Möbel des Jahres 2014

Rettung des letzten in Kelkheim gefertigten Klaviergehäuses vor dem Sperrmüll

Gegen Jahresende 2011 informierte Herr Markus Watzlawik telefonisch Herrn Rüdiger Kraatz darüber, dass in seiner Garage ein in Kelkheim zwischen den Weltkriegen gefertigtes Klavier steht. Von diesem möchte er sich trennen, entweder dem Museum Kelkheim schenken oder zum Sperrmüll geben.

Bei einer Besichtigung durch Frau Cornelia Faber und Herrn Rüdiger Kraatz schenkte Herr Watzlawik das Klavier dem Museumsverein Kelkheim, obwohl beide Bedenken vor einer Übernahme äußerten. Wegen der absehbaren Probleme mit dem Transport (sehr hohes Gewicht), dem Zustand (Schmutz, Ungeziefer), der Lagerung und der Renovierung (Kosten) waren Zweifel angesagt. Das unterzeichnete Überlassungsschriftstück vom 02.02.2012 liegt vor, Anlage 1.

Bedingt durch die ungelösten Fragen unterblieb zunächst die Übernahme.

In der Zeit vom 1. bis 10. Juli 2012 sprach Inge Voigt über Möglichkeiten des weiteren Vorgehens mit Frau Dr. Beate Matuschek vom Kulturreferat der Stadt Kelkheim und mit Herrn Werner Kalig vom Städtischen Bauhof.

Am 8. Oktober 2012 konnte sie Herrn Watzlawik die verbindliche Abholung des Klaviers durch Mitarbeiter des Bauhofs ankündigen. Diese erfolgte am 15. Oktober 2012 um 13.15 Uhr aus der Garage des Herrn Watzlawik, Breslauer Straße 2, Kelkheim. Die Kosten dafür übernahm die Stadt Kelkheim.

In einer Besprechung im Kulturreferat gemeinsam mit Frau Edelgard Kleemann, Schatzmeisterin des Museumsvereins Kelkheim, wurde die weitere Vorgehensweise festgelegt:

Die Koordinierung lag in den Händen von Inge Voigt.

1. Herr Ingmar Pfeffer, Klavierstimmer und -bauer, Am Rosengarten 4, Kelkheim, erhält den Auftrag, den Istzustand des Klaviers zu beurteilen. Dazu musste er im Bauhof das eigentliche Musikinstrument aus dem Klaviergehäuse ausbauen (total verdreckt und voller Mottenfraß). Anschließend wurden in seiner Werkstatt die ausgebauten Teile gesäubert und die Filzauflagen erneuert.

Das Klavier war ursprünglich als „Selbstspieler“ (selbstspielendes Klavier mit mechanischem Notenrollen-Betrieb) geplant, dann aber als bespielbares Klavier umgebaut worden. Das große Gehäuse und die nachträglich geschlossene Öffnung auf der Frontseite, die zum Auswechseln der Notenrollen diente, deuten darauf hin.

2. In der Zwischenzeit und zwar am 23.11.2012 brachten Mitarbeiter des Bauhofs das Klaviergehäuse zum Begasen gegen den im Holz befindlichen Holzwurm zur Firma .Desinsekta, Frankfurt am Main, Anlage 2. Die Rechnung in Höhe von € 238,00 und die Transportkosten € 282,00 bezahlte die Stadt Kelkheim.

Nach der Rückholung des gereinigten und begasten Klaviergehäuses baute Herr Pfeffer im Bauhof alle Teile des eigentlichen Musikinstruments wieder ein.

Die Kosten für die Arbeit von Herrn Pfeffer in Höhe von € 595,00 übernahm die Stadt Kelkheim.

Zur Zeit ist das Klavier nicht bespielbar.

Inzwischen ging die Suche nach Nachfolgern der damaligen Herstellerfirma Georg Kilp, Hattersheimer Straße 24, Kelkheim-Münster („Bienenschorsch“) weiter. Herr Watzlawik gab den Hinweis, dass Herr Heinz Kunz, Liegnitzer Straße 24, Kelkheim, ein Nachkomme dieser Familie sei.

Eine Kontaktaufnahme zu diesem erfolgte umgehend zu Jahresbeginn 2013. Herr Kunz wusste viele Einzelheiten zu den verwandtschaftlichen Zusammenhängen.

3. Am 20.02.2013 erklärte sich Herr Kunz bereit, das Klaviergehäuse äußerlich durch die Schreinerei Heinz-Jürgen Müller, Frankfurter Straße 107, Kelkheim, restaurieren zu lassen, Anlage 3.

Auch hier übernahm am 03.04.2013 wieder der Bauhof den Hin- und später den Rücktransport und die Kosten hierfür in Höhe von € 228,75 trug die Stadt Kelkheim.

Die Rechnung von Herrn Müller bezahlte Herr Heinz Kunz. Eine Kopie der Rechnung liegt dem Museumsverein bisher nicht vor.

4. Das Klavier sollte als „Möbel des Jahres 2014“ im Museum Kelkheim seinen Platz finden und musste deshalb in der Zwischenzeit trocken und sicher gelagert werden.

Auch diese Aufgabe löste Frau Dr. Matuschek, Kulturreferat der Stadt Kelkheim: In Zusammenarbeit mit Herrn Horst Jäckel, Stadthallen GmbH, fand sich ein geeigneter Platz in der Stadthalle.

Die Transportkosten einschließlich geleisteter Reparaturarbeiten des Bauhofs in Höhe von € 381,00 übernahm die Stadt Kelkheim.

Inzwischen wurde die Kunsthistorikerin Frau Monika Öchsner, die das Museum Kelkheim mit aufgebaut hat und bis heute betreut, beauftragt, eine wissenschaftliche Erforschung der Geschichte des Klaviers mittels Unterlagen aus dem Museumsarchiv und der von Herrn Kunz gelieferten Angaben vorzunehmen.

Die Kosten in Höhe von € 661,16 übernahm der Museumsverein Kelkheim.

Ebenso wurde die Museumsdesignerin Frau Susanne Michelsky beauftragt, wie bei den vorangegangenen Ausstellungen des „Möbel des Jahres“, die Textfahnen und den Ausstellungsplatz im Museum zu gestalten.

Die Rechnung in Höhe von € 468,55 bezahlte der Museumsverein Kelkheim.

Im Mai 2014 wurde die Firma Fleckner Pianotrans GbR beauftragt, das Klavier von der Stadthalle in das Museum Kelkheim zu transportieren, Anlage

4. Dies ist erfolgt und das Klavier steht an dem Ausstellungsplatz für das „Möbel des Jahres“.

Die Kosten in Höhe € 164,82 übernahm der Museumsverein Kelkheim.

Kostenzusammenstellung:

Stadt Kelkheim einschließlich Bauhof) € 1.822,50

Museumsverein Kelkheim:  € 1.294,53

Herr Heinz Kunz: Dieser Beleg fehlt  €.. ? ? ?

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