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Edelgard Kleemann feierte
ihren 80. Geburtstag
Die langjährige Schatzmeisterin des Museumsvereins Edelgard Kleemann feierte am 12. April ihren runden Geburtstag nach.

Sie hatte eine große Festgesellschaft in Kelkheim-Münsters Goldenen Löwen geladen. Mit dabei war auch der Vorstand des Museumsvereins.

Nach einem Begrüßungsumtrunk und der Vorstellung der Gäste folgte eine sehr liebevolle, mit Humor gewürzte Rede des Sohnes.

Anschließend sprach Marianne Bopp für den Vorstand des Museumsvereins, gratulierte zum runden Geburtstag und dankte für den unermüdlichen Einsatz als Schatzmeisterin für das Museum Kelkheim – Sammlung für Möbelhandwerk und Stadtgeschichte. Schließlich hatte Edelgard Kleemann nahezu 15 Jahre dieses Amt akribisch geführt und erst nach der Jahreshauptversammlung an ihre Nachfolgerin Antonia Bohnet weitergegeben.
Nach der Pensionierung plante sie eigentlich, erstmal eine Auszeit zu nehmen, denn ihre Aufgaben im Rathaus waren sehr fordernd und hatten mit den Jahren stetig zugenommen. Gleichzeitig stand ihre Freundin Dr. Beate Matuschek vor der Aufgabe, einen Kandidaten für das Schatzmeisteramt beim Museumsverein zu finden.

Der geschäftsführende Vorstand des Museumsvereins in 2012: V.l. Inge Voigt, Edelgard Kleemann und Rüdiger Kraatz
So kam Edelgard Kleemann zu diesem arbeitsintensiven Ehrenamt: Schatzmeisterin im Vorstand des Museumsvereins. Und das neben vielen anderen Ehrenämtern, die den Terminkalender ausfüllen. Schatzmeisterin bedeutet ja deutlich mehr, als nur die Beiträge der Mitglieder einzusammeln. Für vieles musste sie die Finanzierung sicherstellen: Z.B. für etliche Sonderausstellungen im Museum, meistens noch mit einem begleitenden Katalog.
Dabei ging es ihr zusammen mit dem Vorstand immer ums Ermöglichen, nie war sie Bremsklotz. Immer konnten Sponsoren für die Projekte begeistert werden.
Der Anspruch auf Barrierefreiheit brachte neue Standorte für das Stadtmuseum ins Spiel. Dafür organisierte Edelagrd Kleemann die Finanzierung neuer Konzepte, erst für die Hauptstraße - dann für die Feldbergstraße.
Nach großem Kampf für diesen Standort - Feldbergstraße - mit engagierter Bürgerinitiative, mit positivem Bürgerentscheid und mit fertig ausgearbeiteten Plänen musste trotz all dem auch diese Option aufgegeben werden. Das zu akzeptieren war nicht einfach. Der erste Impuls war wohl beim gesamten Vorstand, alles hinzuwerfen.
Aber gemeinsam stellte man die Sache über die Emotionen und kämpfte entschlossen für das dritte Konzept: Jetzt wird das Museum am alten Standort erweitert und neu aufgestellt. Das bedeutete auch, dass Edelgard Kleemann erneut für die Finanzierung die Verantwortung trug.
Der Höhepunkt im Museumsleben war sicherlich die Ausstellung zum 175-jährigen Jubiläum der Frankfurter Nationalversammlung von 1848 „DEMOKRATIE WEITER DENKEN
Die Freiherren von Gagern - Wegbereiter der parlamentarischen Demokratie“ in der Alten Kirche in Hornau mit der fulminanten Eröffnung durch die Präsidentin des Deutschen Bundestags als Nachfolgerin des Paulskirchen-Präsidenten Heinrich von Gagern und mit drei weiteren Präsidentinnen der nachrangigen Parlamente, eine besondere Freude für Edelgard Kleemann als ehemalige Gleichstellungsbeauftragte.
Natürlich war auch dieses Projekt kostenintensiv, genauso wie vier Filme zur Hornauer Familie von Gagern und zum Rettershof.

Edelgard Kleemann stellt den Kassenbericht bei der Jahreshauptversammlung 2025 vor.
Seit Mai ist das Museum wegen des Umbaus geschlossen. Trotzdem rissen die Aufgaben der Schatzmeisterin nicht ab. Denn die Bauarbeiten auf der einen Seite und das Konzept der neuen Ausstellung auf der anderen Seite müssen bis ins Detail geplant und aufeinander abgestimmt werden. Dabei müssen wieder die Kosten im Blick behalten werden, um sie mit den Geldern aus Fördertöpfen und von Sponsoren zu bestreiten.
Der Museumsverein ist Edelgard Kleemann für all dies und noch viel mehr sehr dankbar und schaut heute – dank ihres Wirkens – optimistisch in die Museums-Zukunft.
Auch persönlich unterstützte sie den gesamten Vorstand, der sich stets voll auf ihren Rat verlassen konnte und auch dafür von ganzem Herzen dankte.
Letztens konnte der Vorstand den Film „Der Rettershof – Kelkheims Juwel“ vorstellen. Longevity ist heute in aller Munde, also die Frage, wie wir gesund alt werden können.
Was das jetzt mit dem Rettershof zu tun hat? Der Rettershof kennt schon seit einem Jahrhundert ein unanzweifelbares Rezept für ein langes Leben, das Marianne Bopp gerne an die Geburtstagsgäste weitergab:

Nach unerwünschten gesundheitlichen Problemen erfüllt Edelgard Kleemann all diese Bedingungen wieder mit ihrer unermüdlichen Tatkraft.
So wünschten ihr alle ein rauschendes Fest und für die nächsten Jahre aus vollem Herzen alles alles Gute, eine stabile Gesundheit und viel Freude mit einer kleinen Anerkennung.

Einen besonderen Höhepunkt bereitete Christa Wittekind der Jubilarin und ihren Gästen: Sie sprach zu den Wohltäterinnen Kelkheims und der Stadtteile. In Eppenhain wirkten z. B. Theodore von Knoop, die ein Arbeiterinnenerholungsheim gründete, und Hedwig Ecke, die für den Bau der Kirche St. Josef einen großen Betrag stiftete. Eine ganz besondere Wohltäterin hatte sich Christa Wittekind für den Schluss aufgehoben:

Das Team der Entbindungsstation im Franziskanerkloster in 1968 (Edelgard Kleemann steht in der oberen Reihe, 2. von links).
Edelgard Kleemann. Sie kümmerte sich in der Zeit, als es im Kloster eine Entbindungsstation gab, um die jungen Mütter. Weit über das übliche Maß hinaus gab sie ihnen Halt und Unterstützung.
Es folgte ein köstliches Büffet.

Vor dem Alten Rathaus Münster versammelte sich die gesamte Festgesellschaft zu einem Gruppenfoto, aufgenommen natürlich von Jürgen Moog. Bei anschließendem Kaffee und Kuchen waren sich alle einig: Es war ein tolles Fest mit guten Gesprächen und einer fantastischen Gastgeberin.
Text: Marianne Bopp
Fotos: Jürgen Moog
Sonntag, 12. April 2026 11:30 Uhr




