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Hans Bornemanns Weihnachtskrippe an Museum Kelkheim übergeben
Samstag, 01. Dezember 2018, 11:00 Uhr - 12:00 Uhr
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Im letzten Jahr verstarb der Schreinermeister Hans Bornemann (geb. 31.08.1930, verst. 21.9.2017). Er war Mitinhaber des traditionellen Möbelhauses Bornemann und galt als Urgestein der Kelkheimer Möbelschreinerei. Mit seinem Wissen über Geschichte des Möbelhandwerks in Kelkheim trug er ganz wesentlich zur Einrichtung der historischen Werkstatt im Museum Kelkheim bei.

Auf seinen besonderen Wunsch hin sollten seine Hobelbank sowie die selbstgebaute Weihnachtskrippe dem Kelkheimer Museum, dem er sich sehr verbunden fühlte, überlassen werden.

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Foto v..l.: Enkel von Hans Bornemann, Anschar Frost, Tochter Elke Karin Bornemann und Bürgermeister Albrecht Kündiger

Als Bevollmächtigte seines letzten Wunsches übereignete seine Tochter, Elke Karin Bornemann, Bürgermeister Albrecht Kündiger und dem Museumsverein Kelkheim die Weihnachtskrippe am Samstag, dem 01.12.2018, um 11.00 Uhr im Museum Kelkheim, Frankfurter Straße 21.

Zur Geschichte der Weihnachtskrippe berichtet seine Tochter:

„Originär war es eine aus einem vergipsten Mehlsack geformte Felsenhöhle, welche durch die Kriegswirren gerettet werden konnte. Die Figuren sind sogenannte Manderln der Firma Richard Mahr in Steinach/Thüringen.

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Den Holzstall haben mein Vater und ich 1972 zusammen gebaut. Die Krippe hat unsere Familie bis 2010 jedes Jahr zu Weihnachten erfreut. Nach dem Tod meiner Mutter …war der Herzenswunsch meines Vaters, die Krippe als ein anderes und besonderes Stück liebevoller Schreinerarbeit /Handarbeit im Kelkheimer Museum zu erhalten.

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Das Möbelhaus Bornemann wurde Ende der 1920er Jahre als Ackerstaff & Bornemann gegründet. Adolf Ackerstaff war der Schwager meines Großvaters. Die Werkstatt befand sich in der Hauptstrasse 22, Ausstellungsräume waren im Schützenhof.  Beides wurde im Krieg durch Bombentreffer zerstört (Wohnhaus auch) und nach dem Krieg in der Fischbacher Straße 1 aufgebaut, wobei unsere Ausstellungsräume damals in der Wilhelmstraße waren, bevor 1970 das Geschäft (in der Fischbacher Straße) gebaut wurde“.

Das Museum Kelkheim ist Hans Bornemann für seine Beratertätigkeit als Schreiner und Zeitzeuge bei der Einrichtung der historischen Schreinerwerkstatt zu Dank verpflichtet.

Zusammen mit Museumsdesignerin Susanne Michelsky und Dr. Beate Matuschek hat Hans Bornemann im Jahr 2007 den Museumsfundus gesichtet, sortiert, das Konzept für die historische Werkstattinszenierung entwickelt und realisiert. Hans Bornemanns detailgenaue Erläuterung der Arbeitsprozesse in der Werkstatt und Zuordnung von Werkzeugen und Maschinen waren Voraussetzung für die funktionsgerechte Ausstattung der Werkstatt. Handwerkliche Unterstützung erfuhr der Aufbau durch die Schreiner Uwe Beiler und Wolfgang Fox vom städtischen Betriebshof.

Die Werkstattinszenierung mit Maschinenraum und Bankraum entspricht der Einrichtung kleiner Kelkheimer Schreinerbetriebe in der Zeit um 1925. Mit der Einrichtung der Stromversorgung in Kelkheim nach 1910 machten kompakte Elektromotoren den Einsatz von Maschinen auch in kleineren Werkstätten möglich.

Heute ist die historische Werkstatt das Herzstück für das Museum Kelkheim/Sammlung für Möbelhandwerk und Stadtgeschichte.

Aus dem Pressepapier des Kulturreferats der Stadt Kelkheim

Fotos: Wolfgang Pfankuch

Samstag, 01. Dezember 2018 11:00 Uhr