Zurückliegende Veranstaltungen
Zurück in die Kelkheimer Vergangenheit
Eine Zeitstufenführung durch 7 Jahrtausende
mit Stadtarchivar Dietrich Kleipa
im Museum Kelkheim
48 Besucher waren in das Museum gekommen, um Stadtarchivar Dietrich Kleipa auf seinem Weg durch 7 Jahrtausende Kelkheimer Stadtgeschichte zu begleiten. Die Führung „von Stufe zu Stufe“ im Treppenhaus zeigte einmal mehr die Raumprobleme des beengten Museums.
Bei diesen mehrmals im Jahr angebotenen Führungen geht der Stadtarchivar Schritt für Schritt die Stufen der Treppen hoch und schildert im Überblick die Geschichte der Stadt und ihrer Stadtteile. „Zeitstufen“ heißt diese Abteilung des Museums, die von Museums-Designerin Susanne Michelsky konzipiert wurde und die durch Fotos und mit kurzen Texten des Stadtarchivars den Besucher anschaulich informiert. Für bestimmte historische Ereignisse kann der Interessierte einzelne Holzkästchen aufklappen, die außen mit einem erläuterndem Text versehen sind und im Inneren Fotos von Dokumenten und bemerkenswerten Stücken enthalten.
Dazu kommen noch Landkarten und großformatige Fotos. Wegen des geringen Platzes sind die Fotos der zahlreichen Kelkheimer Fachwerkhäuser und Wegkreuze sowie alte Bilder von Einzelhandelsgeschäften auf Holztafeln aufgezogen und in Boxen untergebracht worden.
Die „Zeitstufen“ beginnen im Erdgeschoss mit den ersten Siedlern im Stadtgebiet, den Bandkeramikern auf dem „Hühnerberg“ zwischen Kelheim-Mitte und Fischbach (etwa 5.000 v.Chr.). Im 2. Obergeschoss endet die Ausstellung mit dem 1. Januar 1977, dem Gründungstag der neuen Stadt Kelkheim nach der Zusammenlegung der seit 1938 bestehenden Stadt mit Fischbach, Ruppertshain und Eppenhain.
Eine Führung durch die Jahrtausende der Kelkheimer Geschichte in 75 Minuten konnte nur in einem Überblick bestehen. Dietrich Kleipa sprach deshalb nur zu einigen Themen, u.a. über die ersten Siedler vor 7.000 Jahren und die zahlreichen vorgeschichtlichen Hügelgräber in den Kelkheimer Wäldern. Er erwähnte den römischen Gutshof in der Gemarkung von Münster, einen Depotfund römischer Eisenbarren und wies auf die ersten urkundlichen Erwähnungen und die ältesten Namen der Stadteile hin. Themen waren das wertvolle Gerichtsbuch mit einer farbigen Federzeichnung von 1514 im Stadtarchiv sowie Kleipas Suche 1969 nach den Gräbern der Herren von Lindau in der alten Martinskirche in Hornau.
Der Brand von Kelkheim 1671 und die Frage, warum wir einen Frankfurter Stadtwald auf dem Staufen haben, interessierte ebenfalls die Besucher, ebenso der Bau von Villen um 1910 und die Bomben auf Kelkheim am 2. Februar 1945.
Fazit des Museumsvereins: Einmal mehr zog Stadtarchivar Dietrich Kleipa die begeisterten Zuhörer mit den plastischen Geschichten zu den Zeitstufen in seinen Bann. Alle waren sehr aufmerksam und stellten viele Fragen. Einige Besucher haben zum wiederholten Mal an der Führung teilgenommen, weil Herr Kleipa immer wieder neue Themen anspricht. Lang anhaltender Beifall belohnte eine wunderbare Führung!
Herr Kleipa ist ein großartiger Werbeträger für das Museum und die Stadt Kelkheim. Der Museumsverein bedankt sich sehr herzlich bei ihm!
Text: Dietrich Kleipa
Fotos: Jürgen Moog
Sonntag, 26. November 2017 15:00 Uhr