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Das Gefallenendenkmal auf dem Hornauer Friedhof (Artikel von Christa Wittekind)
Sonntag, 16. Oktober 2022, 15:00 Uhr
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Kontakt Dorothee Sommer (Tel.: 06174 9685492 oder per E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

DAS GEFALLENENDENKMAL AUF DEM HORNAUER FRIEDHOF

Die Klage (1922) von Fritz Best (1894 - 1984)

Führung mit der Heimathistorikerin Christa Wittekind

Am 26. November 1922 wurde das Denkmal errichtet bzw. unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eingeweiht. Es war eines der 4 Kriegerdenkmäler, die der Künstler Fritz Best aus Kronberg für die Region schuf. Der Name des Mahnmales heißt allegorisch "Die Klage". Das Mahnmal versinnbildlicht den Moment des Zusammenbruchs, wenn die Todesbotschaft das Haus erreicht.

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Die Historikerin Christa Wittekind erzählte die Geschichte des 1. Weltkrieges. Da war zunächst vor allem die Freude, mit der besonders die jungen Leute in den Krieg zogen, da sie dachten, in einem halben Jahr wieder zuhause zu sein - so wie nach dem Krieg 1870/71, in dem Frankreich große Reparationskosten an Deutschland zu zahlen hatte. Doch wurden aus diesem Krieg vier schreckliche Jahre. Der Gaskrieg, der U-Bootkrieg sowie der Hunger an der Front und im Heimatland waren fürchterlich. Christa Wittekind brachte entsprechendes Anschauungsmaterial aus der Zeit mit.

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Fritz Best wurde 1894 als 4. Kind einer Kleinbauernfamilie in Kronberg geboren. Seine Mutter erkannte früh die künstlerische Begabung des schmächtigen Jungen. Sie meldete ihn zum Zeichenunterricht an und brachte ihn im Alter von 14 Jahren in eine Bildhauerlehre nach Frankfurt. Danach konnte er Weiterbildungen in München und Berlin absolvieren.

Schließlich mietete er sich ein Atelier im Städel Museum Frankfurt, um dann bis zu seinem Tod in 1980 in seinem Kronberger Atelier die schönsten Dinge zu erstellen: Vornehmlich Menschen -und Tierfiguren aus Bronze und wunderschöne Kinderköpfe, die in vielen Kronberger Häusern standen sowie Blumen und Landschaftsbilder.

Bei der Enthüllung des Mahnmals am 26. November1922 war Fritz Best anwesend. Nach einem Gottesdienst für die Gefallenen setzte sich ein langer Zug von Hornauern und Auswärtigen in Bewegung zum Friedhof - mit Musikkapellen, Gesangvereinen, dem Turnverein usw., aber in absoluter Stille, nur der Trauerschlag einer Trommel, war zu hören. Auf dem Friedhof sprach der Vorsitzende der Ehrenfriedhofskommission Martin Pleines. Der Franziskanerpater Fulgens segnete das Mahnmal.

Am Abend trafen sich die Hornauer noch einmal im Gasthaus zum Taunus zu einer Gedenkfeier mit Chören, Gedichten und einem Märchenspiel von Schulkindern, um den verlorenen Söhnen Hornaus die letzte Ehre zu geben.

Text: Christa Wittekind

Fotos: Wolfgang Pfankuch

Veranstalter: Stadt Kelkheim (Taunus), Kulturreferat und Museumsverein Kelkheim e.V.

Sonntag, 16. Oktober 2022 15:00 Uhr
Ort Kelkheim-Hornau

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