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SUMMARY:Tag des offenen Denkmals HÜGELGRÄBER IN DER BRONZEZEIT IN DER „HALBEHL“
LOCATION:Fischbach\, Halbehl
DESCRIPTION:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff6600
 ;"><strong>Tag des offenen Denkmals</strong></span></p><p style="text-align
 : center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff0000;"><strong>HÜGELGRÄB
 ER DER BRONZEZEIT IN DER „HALBEHL“</strong></span></p><p style="text-align:
  center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff0000;"><strong>aus dem 16
 . bis 12 Jahrhundert v. Chr.</strong></span></p><p style="text-align: cente
 r;"><span style="font-size: 14pt;"><strong>Führung zur Vor- und Frühgeschic
 hte mit dem Archäologen Sascha Piffko, M.A. und Archivar Julian Wirth, M.A.
 </strong></span></p><p>Anlässlich des <em>Tags des offenen Denkmals</em> lu
 den das Kulturreferat der Stadt Kelkheim sowie der Museumsverein zu einer g
 anz besonderen Wanderung ein.</p><p><img src="images/FührungPiffkoWirthHüge
 lgräberHalbehl_10.092023_1.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl 1
 0.092023 1" width="560" height="261" /></p><p>Bei hervorragendem Wetter beg
 rüßten Sascha Piffko vom Grabungsunternehmen SPAU und Julian Wirth vom Stad
 tarchiv Kelkheim über 40 Interessierte und Geschichtsbegeisterte am Parkpla
 tz Rettershof. Ziel des „Exkursionstrupps“ war das größte Hügelgräberfeld d
 es MTK in der Fischbacher Halbehl.&nbsp; Die dort gelegenen 50 Hügelgräber 
 zählen zu den ältesten sichtbaren Bauwerken der Menschheitsgeschichte.</p><
 p>Im Rahmen von vier Stationen erklärten Piffko und Wirth den Besuchern ihr
 er Wanderung viel Wissenswertes über die Zeit lange vor Christi Geburt.</p>
 <p><img src="images/FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092023_2.jpg" a
 lt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl 10.092023 2" width="560" height="2
 61" /></p><p>Wirth begann mit den Jägern und Sammlern. Über 90 Prozent der 
 Zeit lebten die Menschen als Jäger und Sammler, nicht als Ackerbauern und V
 iehzüchter. Eine Welt mit wenig Arbeit, viel Freizeit, Raum um umher zu str
 eifen, wenig Konflikten zwischen den Gruppen, keinen Zivilisationskrankheit
 en wie beispielsweise Karies. Die Lebenserwartung der Menschen war - trotz 
 der Tatsache, dass es oft behauptet wird - auch nicht kürzer als zu Zeiten 
 der Sesshaftwerdung. Ganz im Gegenteil, die Menschen lebt im Schnitt länger
  und gesünder. Die Kost war abwechslungsreicher. Der Mensch war im Paradies
 .</p><p><img src="images/FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092023_3.j
 pg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl 10.092023 3" width="560" heig
 ht="261" /></p><p>Piffko erklärte im weiteren Verlauf der Wanderung, dass d
 er Mensch aus dem Paradies vertrieben wurde. Nicht durch den Baum Erkenntni
 s, jedoch durch die Erkenntnis, dass Ackerbau und Viehzucht möglich waren. 
 Der Mensch grub sich die eigene Grube. Die erste nachweisbare Kultur, die i
 n unseren Breitenkreisen zu den Ackerbauern und Viehzüchtern zu rechnen ist
 , sind&nbsp; die sogenannten Bandkeramiker. So benannt nach den Verzierunge
 n ihrer Gefäße. Sie sind für Kelkheim nachweisbar.</p><p><img src="images/F
 ührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092023_4.jpg" alt="FührungPiffkoWirt
 hHügelgräberHalbehl 10.092023 4" width="560" height="261" /></p><p>Erst im 
 Jahr 2022 führte das Unternehmen von Sascha Piffko, SPAU, eine sogenannte P
 rospektion am Hühnerberg durch. Die Ergebnisse waren eindeutig. Bandkeramik
 er in Kelkheim. Michael Sturm-Berger hatte entsprechende Keramikfunde berei
 ts in den 1970er Jahren gemacht.</p><p><img src="images/FührungPiffkoWirthH
 ügelgräberHalbehl_10.092023_5.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbeh
 l 10.092023 5" width="560" height="261" /></p><p>Wirth hatte als Anschauung
 sobjekt zudem noch ein prähistorisches Beil mitgebracht. Die Besucher waren
  fasziniert von der fein gefertigten Arbeit unserer Vorfahren vor rund 4000
  Jahren.</p><p><img src="images/FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092
 023_6.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl 10.092023 6" width="56
 0" height="261" /></p><p>Station drei auf der Wanderung&nbsp; war den promi
 nenten Archäologen und Persönlichkeiten unserer Region im 19. Jahrhundert g
 ewidmet. &nbsp;Erst ab 1859 wurde das hohe Alter der Menschheit allgemein a
 nerkannt. Im selben Jahr erschien Darwins <em>Über die Entstehung der Arten
 </em>.</p><p><img src="images/FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.09202
 3_7.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl 10.092023 7" width="560"
  height="262" /></p><p>Einer der frühesten Ausgräber&nbsp; war niemand Geri
 ngeres als&nbsp; Friedrich von Gagern. In der Halbehl fand er ein „Opfermes
 ser“. Sein Bruder Max tat es ihm 1859 gleich, fand Waffen, Gefäße und Schmu
 ck.</p><p>Landeskonservator Carl August Ritter von Cohausen führte in 1880e
 r Jahren diverse Ausgrabungen durch, gemeinsam mit Baron Albert und Antonie
  von Reinach. Zudem noch Frau von Dieskau vom Rettershof.</p><p><img src="i
 mages/FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092023_8.jpg" alt="FührungPif
 fkoWirthHügelgräberHalbehl 10.092023 8" width="560" height="262" /></p><p>D
 ie letzte Station markierte gleichsam den Höhepunkt der Wanderung. Das Hüge
 lgräberfeld in der Halbehl.</p><p><img src="images/FührungPiffkoWirthHügelg
 räberHalbehl_10.092023_9.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl 10.
 092023 9" width="559" height="261" /></p><p>Piffko erzählte über den Sinn d
 er Errichtung der Gräber, die damaligen Menschen, die Bronzezeit.</p><p><im
 g src="images/FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092023_10.jpg" alt="F
 ührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl 10.092023 10" width="560" height="214" 
 /></p><p>Sie erzählen uns etwas über Religion, über Besitzverhältnisse und 
 Hierarchie. Gerade dieses Kelkheimer Gräberfeld sei gut erhalten, urig, fas
 zinierend. Aber auch bedroht. Durch die Forstwirtschaft und vor allem durch
  Raubgräber und illegale Sondengänger.</p><p><img src="images/FührungPiffko
 WirthHügelgräberHalbehl_10.092023_11.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräbe
 rHalbehl 10.092023 11" width="560" height="261" /></p><p>Piffko appellierte
  und sensibilisierte die Teilnehmer der Wanderung.</p><p>Zum Abschluss bote
 n die beiden Führenden noch ein geselliges Beisammensein beim <em>Fröhliche
 n Landmann </em>an. Dem kamen viele Gäste der Wanderung nach.</p><p>Eine ru
 ndum gelungene Veranstaltung mit definitiver Wiederholungsgefahr. Sascha Pi
 ffko und Julian Wirth bedanken sich bei den Besuchern der Wanderung und bei
  Jürgen Moog, der einmal mehr hervorragende Photographien gemacht hat.</p><
 p>Text: Julian Wirth</p><p>Fotos: Jürgen Moog&nbsp;</p>
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff6600
 ;"><strong>Tag des offenen Denkmals</strong></span></p><p style="text-align
 : center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff0000;"><strong>HÜGELGRÄB
 ER DER BRONZEZEIT IN DER „HALBEHL“</strong></span></p><p style="text-align:
  center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff0000;"><strong>aus dem 16
 . bis 12 Jahrhundert v. Chr.</strong></span></p><p style="text-align: cente
 r;"><span style="font-size: 14pt;"><strong>Führung zur Vor- und Frühgeschic
 hte mit dem Archäologen Sascha Piffko, M.A. und Archivar Julian Wirth, M.A.
 </strong></span></p><p>Anlässlich des <em>Tags des offenen Denkmals</em> lu
 den das Kulturreferat der Stadt Kelkheim sowie der Museumsverein zu einer g
 anz besonderen Wanderung ein.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/im
 ages/FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092023_1.jpg" alt="FührungPiff
 koWirthHügelgräberHalbehl 10.092023 1" width="560" height="261" /></p><p>Be
 i hervorragendem Wetter begrüßten Sascha Piffko vom Grabungsunternehmen SPA
 U und Julian Wirth vom Stadtarchiv Kelkheim über 40 Interessierte und Gesch
 ichtsbegeisterte am Parkplatz Rettershof. Ziel des „Exkursionstrupps“ war d
 as größte Hügelgräberfeld des MTK in der Fischbacher Halbehl.&nbsp; Die dor
 t gelegenen 50 Hügelgräber zählen zu den ältesten sichtbaren Bauwerken der 
 Menschheitsgeschichte.</p><p>Im Rahmen von vier Stationen erklärten Piffko 
 und Wirth den Besuchern ihrer Wanderung viel Wissenswertes über die Zeit la
 nge vor Christi Geburt.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/F
 ührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092023_2.jpg" alt="FührungPiffkoWirt
 hHügelgräberHalbehl 10.092023 2" width="560" height="261" /></p><p>Wirth be
 gann mit den Jägern und Sammlern. Über 90 Prozent der Zeit lebten die Mensc
 hen als Jäger und Sammler, nicht als Ackerbauern und Viehzüchter. Eine Welt
  mit wenig Arbeit, viel Freizeit, Raum um umher zu streifen, wenig Konflikt
 en zwischen den Gruppen, keinen Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise
  Karies. Die Lebenserwartung der Menschen war - trotz der Tatsache, dass es
  oft behauptet wird - auch nicht kürzer als zu Zeiten der Sesshaftwerdung. 
 Ganz im Gegenteil, die Menschen lebt im Schnitt länger und gesünder. Die Ko
 st war abwechslungsreicher. Der Mensch war im Paradies.</p><p><img src="htt
 ps://museum-kelkheim.de/images/FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.0920
 23_3.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl 10.092023 3" width="560
 " height="261" /></p><p>Piffko erklärte im weiteren Verlauf der Wanderung, 
 dass der Mensch aus dem Paradies vertrieben wurde. Nicht durch den Baum Erk
 enntnis, jedoch durch die Erkenntnis, dass Ackerbau und Viehzucht möglich w
 aren. Der Mensch grub sich die eigene Grube. Die erste nachweisbare Kultur,
  die in unseren Breitenkreisen zu den Ackerbauern und Viehzüchtern zu rechn
 en ist, sind&nbsp; die sogenannten Bandkeramiker. So benannt nach den Verzi
 erungen ihrer Gefäße. Sie sind für Kelkheim nachweisbar.</p><p><img src="ht
 tps://museum-kelkheim.de/images/FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092
 023_4.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl 10.092023 4" width="56
 0" height="261" /></p><p>Erst im Jahr 2022 führte das Unternehmen von Sasch
 a Piffko, SPAU, eine sogenannte Prospektion am Hühnerberg durch. Die Ergebn
 isse waren eindeutig. Bandkeramiker in Kelkheim. Michael Sturm-Berger hatte
  entsprechende Keramikfunde bereits in den 1970er Jahren gemacht.</p><p><im
 g src="https://museum-kelkheim.de/images/FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbe
 hl_10.092023_5.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl 10.092023 5" 
 width="560" height="261" /></p><p>Wirth hatte als Anschauungsobjekt zudem n
 och ein prähistorisches Beil mitgebracht. Die Besucher waren fasziniert von
  der fein gefertigten Arbeit unserer Vorfahren vor rund 4000 Jahren.</p><p>
 <img src="https://museum-kelkheim.de/images/FührungPiffkoWirthHügelgräberHa
 lbehl_10.092023_6.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl 10.092023 
 6" width="560" height="261" /></p><p>Station drei auf der Wanderung&nbsp; w
 ar den prominenten Archäologen und Persönlichkeiten unserer Region im 19. J
 ahrhundert gewidmet. &nbsp;Erst ab 1859 wurde das hohe Alter der Menschheit
  allgemein anerkannt. Im selben Jahr erschien Darwins <em>Über die Entstehu
 ng der Arten</em>.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Führun
 gPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092023_7.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHüge
 lgräberHalbehl 10.092023 7" width="560" height="262" /></p><p>Einer der frü
 hesten Ausgräber&nbsp; war niemand Geringeres als&nbsp; Friedrich von Gager
 n. In der Halbehl fand er ein „Opfermesser“. Sein Bruder Max tat es ihm 185
 9 gleich, fand Waffen, Gefäße und Schmuck.</p><p>Landeskonservator Carl Aug
 ust Ritter von Cohausen führte in 1880er Jahren diverse Ausgrabungen durch,
  gemeinsam mit Baron Albert und Antonie von Reinach. Zudem noch Frau von Di
 eskau vom Rettershof.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Füh
 rungPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092023_8.jpg" alt="FührungPiffkoWirthH
 ügelgräberHalbehl 10.092023 8" width="560" height="262" /></p><p>Die letzte
  Station markierte gleichsam den Höhepunkt der Wanderung. Das Hügelgräberfe
 ld in der Halbehl.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Führun
 gPiffkoWirthHügelgräberHalbehl_10.092023_9.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHüge
 lgräberHalbehl 10.092023 9" width="559" height="261" /></p><p>Piffko erzähl
 te über den Sinn der Errichtung der Gräber, die damaligen Menschen, die Bro
 nzezeit.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/FührungPiffkoWir
 thHügelgräberHalbehl_10.092023_10.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHa
 lbehl 10.092023 10" width="560" height="214" /></p><p>Sie erzählen uns etwa
 s über Religion, über Besitzverhältnisse und Hierarchie. Gerade dieses Kelk
 heimer Gräberfeld sei gut erhalten, urig, faszinierend. Aber auch bedroht. 
 Durch die Forstwirtschaft und vor allem durch Raubgräber und illegale Sonde
 ngänger.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/FührungPiffkoWir
 thHügelgräberHalbehl_10.092023_11.jpg" alt="FührungPiffkoWirthHügelgräberHa
 lbehl 10.092023 11" width="560" height="261" /></p><p>Piffko appellierte un
 d sensibilisierte die Teilnehmer der Wanderung.</p><p>Zum Abschluss boten d
 ie beiden Führenden noch ein geselliges Beisammensein beim <em>Fröhlichen L
 andmann </em>an. Dem kamen viele Gäste der Wanderung nach.</p><p>Eine rundu
 m gelungene Veranstaltung mit definitiver Wiederholungsgefahr. Sascha Piffk
 o und Julian Wirth bedanken sich bei den Besuchern der Wanderung und bei Jü
 rgen Moog, der einmal mehr hervorragende Photographien gemacht hat.</p><p>T
 ext: Julian Wirth</p><p>Fotos: Jürgen Moog&nbsp;</p>
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