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SUMMARY:Eine Wohltäterin mit Namen Rotlint (Artikel von Christa Wittekind)
LOCATION:Hornau
DESCRIPTION:KELKHEIM KENNENLERNEN 2022\nFRAU ROTLINT \nFührung auf den Spuren der erste
 n Hornauer Großgrundbesitzerin mit Christa Wittekind\nAm 1. Mai 2022 begann
  die Kelkheimer Historikerin Christa Wittekind ihre Führung auf der Rotlint
 allee an der Alten Kirche in Hornau. Diesmal schlüpfte sie entsprechend gew
 andet in die Rolle der Großgrundbesitzerin Frau Rotlint, die als große Wohl
 täterin in Erinnerung geblieben ist.\n\nDa leider, außer ihren Wohltaten, w
 enig über die Dame bekannt ist, begann die Historikerin mit den bekannten F
 akten. Der heutige Kelkheimer Stadtteil Hornau wurde erstmals im Jahre 874 
 urkundlich erwähnt und das in Verbindung mit der Frau Rotlint. Es handelte 
 sich um eine Urkunde, die von Kaiser Ludwig dem Deutschen in Trebur gezeich
 net worden war. In der Urkunde wird in lateinischer Sprache die Schenkung d
 er Frau Rotlint an den Marienaltar der Salvatorkirche (dem Vorläufer des Fr
 ankfurter Doms) bestätigt. Die Urkunde wird im Bayrischen Hauptstaatsarchiv
  in München aufbewahrt.\n\nHier einige Auszüge aus dem Schriftstück. „Eine 
 Frau namens Rotlint hat der Kapelle in Frankfurt bestimmte Güter ihres Eige
 ntums geschenkt.\n...in dem Orte Hurnowa 8 Mansen (das sind 240 Morgen) mit
  allen dort liegenden Äckern, Weide, Wiesen, Weingärten, Wälder … und ihren
  Leibeigenen (namentlich genannt). Sie behielt sich als Rente verschiedene 
 Scheffel (altes Hohlmaß) Korn, Hafer, 4 Fuder Wein, 1 Pfund Silber, 14 Fris
 chlinge und 100 Karren Holz, jährlich zur eigenen Versorgung vor.\nDabei gi
 bt das Vermögen der Frau Rotlint, über das sie offensichtlich eigenmächtig 
 verfügen konnte, ein großes Rätsel auf. Denn damals hatten Frauen diese Ver
 fügungsgewalt nicht, die lag beim Ehemann, Vater oder Sohn. Die Historikeri
 n vermutet, dass es sich bei dem Besitz der Frau Rotlint um ein ehemaliges 
 Reichsgut gehandelt hat und Rotlint wahrscheinlich eine fränkische Fürstin 
 war.\nHornau wird damals beschrieben als kleine Burganlage mit 5 Häusern um
 flossen vom Liederbach mit Wall und Graben. Im 14.Jahrhundert zur Zeit der 
 Ritter von Hornau wird dieser Platz als Wasserburg mit einer Brücke und ein
 em steinernen Haus dokumentiert.\nIn der ersten beschriebenen Phase der Hol
 zhäuser wird keine "Motte" (ein mittelalterlicher hölzerner Wohnturm) erwäh
 nt. Somit steht nicht fest, wo Frau Rotlint wohnte.\nHans Christoph v. Gage
 rn muss die „Rotlintgeschichte“ gekannt haben, da er immer wieder in Bücher
 n und Briefen "hier auf meinem Rotlinthof" schreibt.\n\nHornau hält den Nam
 en Rotlint in der Rotlintallee wach, Frankfurt in der Rotlintstraße, Rotlin
 tapotheke, dem langjährigen Cafe Rotlint sowie einem Rotlintstraßenfest.\nD
 ie Rotlintallee in Hornau verläuft zwischen der Hornauer Straße am Kino Kel
 kheim und der Alten und Neuen Martinskirche.\n\nFrüher nannten die Hornauer
  sie auch Chaiseweg, denn die Chaisen, das heißt die Kutschen, fuhren auf d
 iesem Weg zum Hornauer Hofgut.\nChrista Wittekind ergänzte die wenigen hist
 orischen Fakten mit Darstellungen über das Leben im 9. Jahrhundert, von der
  Wohnsituation über das Essen bis zum Handel, und ließ so die Wohltäterin H
 ornaus lebendig werden.\nChrista Wittekind\n \n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff6600
 ;"><strong>KELKHEIM KENNENLERNEN 2022</strong></span></p><p style="text-ali
 gn: center;"><span style="font-size: 24pt; color: #993300;"><strong>FRAU RO
 TLINT </strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-
 size: 18pt; color: #993300;">Führung auf den Spuren der ersten Hornauer Gro
 ßgrundbesitzerin mit Christa Wittekind</span></p><p>Am 1. Mai 2022 begann d
 ie Kelkheimer Historikerin Christa Wittekind ihre Führung auf der Rotlintal
 lee an der Alten Kirche in Hornau. Diesmal schlüpfte sie entsprechend gewan
 det in die Rolle der Großgrundbesitzerin Frau Rotlint, die als große Wohltä
 terin in Erinnerung geblieben ist.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.
 de/images/Führung_Christa_Wittekind_Frau_Rotlint_01.05.2022_1.jpg" alt="Füh
 rung Christa Wittekind Frau Rotlint 01.05.2022 1" width="560" height="280" 
 /></p><p>Da leider, außer ihren Wohltaten, wenig über die Dame bekannt ist,
  begann die Historikerin mit den bekannten Fakten. Der heutige Kelkheimer S
 tadtteil Hornau wurde erstmals im Jahre 874 urkundlich erwähnt und das in V
 erbindung mit der Frau Rotlint. Es handelte sich um eine Urkunde, die von K
 aiser Ludwig dem Deutschen in Trebur gezeichnet worden war. In der Urkunde 
 wird in lateinischer Sprache die Schenkung der Frau Rotlint an den Marienal
 tar der Salvatorkirche (dem Vorläufer des Frankfurter Doms) bestätigt. Die 
 Urkunde wird im Bayrischen Hauptstaatsarchiv in München aufbewahrt.</p><p><
 img src="https://museum-kelkheim.de/images/Führung_Christa_Wittekind_Frau_R
 otlint_01.05.2022_2.jpg" alt="Führung Christa Wittekind Frau Rotlint 01.05.
 2022 2" width="560" height="280" /></p><p>Hier einige Auszüge aus dem Schri
 ftstück. „Eine Frau namens Rotlint hat der Kapelle in Frankfurt bestimmte G
 üter ihres Eigentums geschenkt.</p><p>...in dem Orte Hurnowa 8 Mansen (das 
 sind 240 Morgen) mit allen dort liegenden Äckern, Weide, Wiesen, Weingärten
 , Wälder … und ihren Leibeigenen (namentlich genannt). Sie behielt sich als
  Rente verschiedene Scheffel (altes Hohlmaß) Korn, Hafer, 4 Fuder Wein, 1 P
 fund Silber, 14 Frischlinge und 100 Karren Holz, jährlich zur eigenen Verso
 rgung vor.</p><p>Dabei gibt das Vermögen der Frau Rotlint, über das sie off
 ensichtlich eigenmächtig verfügen konnte, ein großes Rätsel auf. Denn damal
 s hatten Frauen diese Verfügungsgewalt nicht, die lag beim Ehemann, Vater o
 der Sohn. Die Historikerin vermutet, dass es sich bei dem Besitz der Frau R
 otlint um ein ehemaliges Reichsgut gehandelt hat und Rotlint wahrscheinlich
  eine fränkische Fürstin war.</p><p>Hornau wird damals beschrieben als klei
 ne Burganlage mit 5 Häusern umflossen vom Liederbach mit Wall und Graben. I
 m 14.Jahrhundert zur Zeit der Ritter von Hornau wird dieser Platz als Wasse
 rburg mit einer Brücke und einem steinernen Haus dokumentiert.</p><p>In der
  ersten beschriebenen Phase der Holzhäuser wird keine "Motte" (ein mittelal
 terlicher hölzerner Wohnturm) erwähnt. Somit steht nicht fest, wo Frau Rotl
 int wohnte.</p><p>Hans Christoph v. Gagern muss die „Rotlintgeschichte“ gek
 annt haben, da er immer wieder in Büchern und Briefen "hier auf meinem Rotl
 inthof" schreibt.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Führung
 _Christa_Wittekind_Frau_Rotlint_01.05.2022_3.jpg" alt="Führung Christa Witt
 ekind Frau Rotlint 01.05.2022 3" width="560" height="280" /></p><p>Hornau h
 ält den Namen Rotlint in der Rotlintallee wach, Frankfurt in der Rotlintstr
 aße, Rotlintapotheke, dem langjährigen Cafe Rotlint sowie einem Rotlintstra
 ßenfest.</p><p>Die Rotlintallee in Hornau verläuft zwischen der Hornauer St
 raße am Kino Kelkheim und der Alten und Neuen Martinskirche.</p><p><img src
 ="https://museum-kelkheim.de/images/Führung_Christa_Wittekind_Frau_Rotlint_
 01.05.2022_10.jpg" alt="Führung Christa Wittekind Frau Rotlint 01.05.2022 1
 0" width="560" height="163" /></p><p><em>Früher nannten die Hornauer sie au
 ch <strong>Chaiseweg,</strong> denn die Chaisen, das heißt die Kutschen, fu
 hren auf diesem Weg zum Hornauer Hofgut.</em></p><p>Christa Wittekind ergän
 zte die wenigen historischen Fakten mit Darstellungen über das Leben im 9. 
 Jahrhundert, von der Wohnsituation über das Essen bis zum Handel, und ließ 
 so die Wohltäterin Hornaus lebendig werden.</p><p>Christa Wittekind</p><p>&
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