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SUMMARY:Historische Führung durch die Kelkheimer Hauptstraße (Artikel von Marianne Bopp und Julian Wirth)
DESCRIPTION:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff0000
 ;"><strong>Zeitreise durch Kelkheims historisches Herz </strong></span></p>
 <p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff0000
 ;"><strong>mit Museumspädagogin Marianne Bopp </strong></span></p><p style=
 "text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff0000;"><stron
 g>und Historiker Julian Wirth</strong></span></p><p>Erneut luden Museumspäd
 agogin Marianne Bopp und Historiker Julian Wirth zu einer Führung durch das
  historische Herz der Stadt – der Hauptstraße – ein. Der Einladung folgten 
 zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Darunter ehemalige und derzeitige An
 wohner der Straße, Geschichtsinteressierte und „Kelkheimneugierige“.</p><p>
 <img src="images/Hauptstraßenführung_24.04.2022_1.jpg" alt="Hauptstraßenfüh
 rung 24.04.2022 1" width="560" height="280" /></p><p>Die Hauptstraße bildet
  den Nukleus der heutigen Stadt Kelkheim. Hier setzt die Geschichte eines k
 leinen Dorfes ein, das erstmals 880 n. Chr. in einer karolingischen Urkunde
  erwähnt wird. Zu Recht, so betonte Wirth zu Anfang der Führung, könne man 
 Kelkheim deshalb als „königlich“ bezeichnen.</p><p><img src="images/Hauptst
 raßenführung_24.04.2022_2.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 2" width
 ="560" height="280" /></p><p>Julian Wirth legte den Schwerpunkt seiner Erzä
 hlung bei der 1 ½ stündigen Führung auf die Zeit vor der industriellen Revo
 lution. Am „Gespensterhaus“ (Hauptstraße 49) beginnend, erzählte er vom Aus
 sehen des ehemaligen Dorfes, seiner Ortsbefestigung mit Unter- und Obertor 
 und der „Judenhohl“.&nbsp; Die zahlreichen Fachwerkhäuser stammen zumeist a
 us dem 17. und 18. Jahrhundert, so Wirth. Eines dieser Häuser sticht dabei 
 besonders heraus: das „Gespensterhaus“, ein ehemaliges sogenanntes Wohn-Sch
 eune-Haus, kann laut Wirth als architektonisches Kuriosum unserer Stadt bez
 eichnet werden. Die ärmlich anmutenden Lebensverhältnisse des 18. Jahrhunde
 rts lassen sich an ihm besonders gut nachvollziehen.</p><p><img src="images
 /Hauptstraßenführung_24.04.2022_3.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 
 3" width="560" height="280" /></p><p><em>Museumspädagogin Marianne Bopp zei
 gt einen Plan mit der Hauptstraße und den mit Hobeln markierten Schreinerei
 en.&nbsp;</em></p><p>Marianne Bopp wiederum legte ihren erzählerischen Schw
 erpunkt auf die Zeit um und nach 1850. Als Nebenerwerb wurden die Schreiner
 ei und das Möbelhandwerk immer wichtiger. Sie prägten Kelkheims Wirtschafte
 n und Wirtschaft. Die Schreiner begründeten Kelkheims Ruhm als „Stadt der M
 öbel“.</p><p><img src="images/Hauptstraßenführung_24.04.2022_10.jpg" alt="H
 auptstraßenführung 24.04.2022 10" width="560" height="171" /></p><p><em>Möb
 elfabrik Wilhelm Dichmann in 1908 und die Belegschaft in 1909</em></p><p><i
 mg src="images/Hauptstraßenführung_24.04.2022_9.jpg" alt="Hauptstraßenführu
 ng 24.04.2022 9" width="560" height="274" /></p><p><em>Möbelfabrik Wilhelm 
 Dichmann mit Sägewerk und Teich in 1960</em></p><p><img src="images/Hauptst
 raßenführung_24.04.2022_7.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 7" width
 ="560" height="280" /></p><p><em>Fabrikhalle mit Herstellung von Furnieren,
  Marianne Bopp zeigt ein Bild von der Werksbahn</em></p><p>Das Unternehmen 
 Dichmann war für das Dorf und später die Stadt von herausragender Bedeutung
 . Teure Hölzer aus weit entfernten Ländern trafen in Kelkheim ein und wurde
 n hier den Wünschen der Kunden entsprechend weiterverarbeitet.</p><p>Den gr
 oßen Brand von 1671 bezeichnete Wirth als Zäsur in Kelkheims Geschichte. Da
 mals wurde fast das gesamte Dorf vernichtet. Kurfürst Johann Philipp von Sc
 hönborn war es zu verdanken, dass das Leid der Menschen zumindest etwas gel
 indert werden konnte.</p><p><img src="images/Hauptstraßenführung_24.04.2022
 _5.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 5" width="560" height="280" /><
 /p><p>Marianne Bopp erzählte den Besuchern von der Errichtung der Kapelle v
 on 1891/92, die mit viel Eigenleistung der Kelkheimer Katholiken gelang. Se
 it 1938, als Kelkheim mit Hornau und Münster vereinigt die Stadtrechte beka
 m, darf sie sich Stadtkapelle nennen.</p><p><img src="images/Hauptstraßenfü
 hrung_24.04.2022_6.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 6" width="560" 
 height="315" /></p><p>Als besonders gewinnbringend empfanden Bopp und Wirth
  die Anmerkungen, Fragen und Erzählungen der Besucherinnen und Besucher der
  Führung. Die Autoren dieser Zeilen bedanken sich hierfür ausdrücklich.</p>
 <p>Der herzliche Dank der Verfasser dieses Artikels gilt neben den Besucher
 n ihrer Führung auch Herrn Jürgen Moog vom Museumsverein.</p><p>Text: Maria
 nne Bopp und Julian Wirth</p><p>Fotos: Jürgen Moog</p>
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff0000
 ;"><strong>Zeitreise durch Kelkheims historisches Herz </strong></span></p>
 <p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff0000
 ;"><strong>mit Museumspädagogin Marianne Bopp </strong></span></p><p style=
 "text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff0000;"><stron
 g>und Historiker Julian Wirth</strong></span></p><p>Erneut luden Museumspäd
 agogin Marianne Bopp und Historiker Julian Wirth zu einer Führung durch das
  historische Herz der Stadt – der Hauptstraße – ein. Der Einladung folgten 
 zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Darunter ehemalige und derzeitige An
 wohner der Straße, Geschichtsinteressierte und „Kelkheimneugierige“.</p><p>
 <img src="https://museum-kelkheim.de/images/Hauptstraßenführung_24.04.2022_
 1.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 1" width="560" height="280" /></
 p><p>Die Hauptstraße bildet den Nukleus der heutigen Stadt Kelkheim. Hier s
 etzt die Geschichte eines kleinen Dorfes ein, das erstmals 880 n. Chr. in e
 iner karolingischen Urkunde erwähnt wird. Zu Recht, so betonte Wirth zu Anf
 ang der Führung, könne man Kelkheim deshalb als „königlich“ bezeichnen.</p>
 <p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Hauptstraßenführung_24.04.20
 22_2.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 2" width="560" height="280" /
 ></p><p>Julian Wirth legte den Schwerpunkt seiner Erzählung bei der 1 ½ stü
 ndigen Führung auf die Zeit vor der industriellen Revolution. Am „Gespenste
 rhaus“ (Hauptstraße 49) beginnend, erzählte er vom Aussehen des ehemaligen 
 Dorfes, seiner Ortsbefestigung mit Unter- und Obertor und der „Judenhohl“.&
 nbsp; Die zahlreichen Fachwerkhäuser stammen zumeist aus dem 17. und 18. Ja
 hrhundert, so Wirth. Eines dieser Häuser sticht dabei besonders heraus: das
  „Gespensterhaus“, ein ehemaliges sogenanntes Wohn-Scheune-Haus, kann laut 
 Wirth als architektonisches Kuriosum unserer Stadt bezeichnet werden. Die ä
 rmlich anmutenden Lebensverhältnisse des 18. Jahrhunderts lassen sich an ih
 m besonders gut nachvollziehen.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/
 images/Hauptstraßenführung_24.04.2022_3.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04
 .2022 3" width="560" height="280" /></p><p><em>Museumspädagogin Marianne Bo
 pp zeigt einen Plan mit der Hauptstraße und den mit Hobeln markierten Schre
 inereien.&nbsp;</em></p><p>Marianne Bopp wiederum legte ihren erzählerische
 n Schwerpunkt auf die Zeit um und nach 1850. Als Nebenerwerb wurden die Sch
 reinerei und das Möbelhandwerk immer wichtiger. Sie prägten Kelkheims Wirts
 chaften und Wirtschaft. Die Schreiner begründeten Kelkheims Ruhm als „Stadt
  der Möbel“.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Hauptstraßen
 führung_24.04.2022_10.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 10" width="5
 60" height="171" /></p><p><em>Möbelfabrik Wilhelm Dichmann in 1908 und die 
 Belegschaft in 1909</em></p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/
 Hauptstraßenführung_24.04.2022_9.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 9
 " width="560" height="274" /></p><p><em>Möbelfabrik Wilhelm Dichmann mit Sä
 gewerk und Teich in 1960</em></p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/im
 ages/Hauptstraßenführung_24.04.2022_7.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2
 022 7" width="560" height="280" /></p><p><em>Fabrikhalle mit Herstellung vo
 n Furnieren, Marianne Bopp zeigt ein Bild von der Werksbahn</em></p><p>Das 
 Unternehmen Dichmann war für das Dorf und später die Stadt von herausragend
 er Bedeutung. Teure Hölzer aus weit entfernten Ländern trafen in Kelkheim e
 in und wurden hier den Wünschen der Kunden entsprechend weiterverarbeitet.<
 /p><p>Den großen Brand von 1671 bezeichnete Wirth als Zäsur in Kelkheims Ge
 schichte. Damals wurde fast das gesamte Dorf vernichtet. Kurfürst Johann Ph
 ilipp von Schönborn war es zu verdanken, dass das Leid der Menschen zuminde
 st etwas gelindert werden konnte.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.d
 e/images/Hauptstraßenführung_24.04.2022_5.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.
 04.2022 5" width="560" height="280" /></p><p>Marianne Bopp erzählte den Bes
 uchern von der Errichtung der Kapelle von 1891/92, die mit viel Eigenleistu
 ng der Kelkheimer Katholiken gelang. Seit 1938, als Kelkheim mit Hornau und
  Münster vereinigt die Stadtrechte bekam, darf sie sich Stadtkapelle nennen
 .</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Hauptstraßenführung_24.
 04.2022_6.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 6" width="560" height="3
 15" /></p><p>Als besonders gewinnbringend empfanden Bopp und Wirth die Anme
 rkungen, Fragen und Erzählungen der Besucherinnen und Besucher der Führung.
  Die Autoren dieser Zeilen bedanken sich hierfür ausdrücklich.</p><p>Der he
 rzliche Dank der Verfasser dieses Artikels gilt neben den Besuchern ihrer F
 ührung auch Herrn Jürgen Moog vom Museumsverein.</p><p>Text: Marianne Bopp 
 und Julian Wirth</p><p>Fotos: Jürgen Moog</p>
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