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SUMMARY:Führung durch Kelkheims historisches Herz (Artikel von Julian Wirth und Marianne Bopp)
LOCATION:Kelkheim\, Hauptstraße
DESCRIPTION:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff0000
 ;"><strong>Zeitreise – Eine Führung durch Kelkheims historisches Herz </str
 ong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt;
  color: #ff6600;"><strong>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 
 &nbsp; &nbsp; &nbsp; mit Museumspädagogin Marianne Bopp&nbsp; &nbsp; &nbsp;
  &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; und Historiker Julian Wirth</str
 ong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Wo und wann Kelkheims Gesc
 hichte beginnt, lässt sich ebenso unterschiedlich wie interessant beantwort
 en. Museumspädagogin Marianne Bopp und Historiker Julian Wirth haben sich d
 azu entschieden, diesen Beginn in der Hauptstraße zu suchen.Gemeinsam luden
  die beiden zu ihrer neuen Führung im historischen Herz der Stadt Kelkheim 
 ein und nahmen ihre Gäste mit auf eine Reise durch die Hauptstraße, in die 
 Zeiten der Mainzer Kurfürsten, des Herzogtums Nassau und der preußischen Pr
 ovinz Hessen-Nassau.</span></p><p><img src="images/HauptstraßenführungWirth
 Bopp_20.11.2021_1.jpg" alt="HauptstraßenführungWirthBopp 20.11.2021 1" widt
 h="560" height="280" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Julian Wirth l
 egte den Schwerpunkt seiner Erzählung in die Vormoderne. </span></p><p><spa
 n style="font-size: 10pt;">Am „Gespensterhaus“ (Hauptstraße 49) beginnend, 
 erzählte er vom Aussehen des ehemaligen Dorfes, seiner „Ortsbefestigung“ mi
 t Unter- und Obertor und dem heute seltsam klingenden Weg „Judehohl“.&nbsp;
 &nbsp;</span></p><p><img src="images/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.202
 1_3.JPG" alt="HauptstraßenführungWirthBopp 20.11.2021 3" width="560" height
 ="279" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Die über Jahrhunderte andaue
 rnde Zerstückelung des Landes durch ein Erbrecht, dass sogar die Frauen jen
 er Zeit berücksichtigte (!) wurden von ihm ebenso thematisiert, wie das heu
 te noch häufig anzutreffende Fachwerk des ehemaligen Dorfes. </span></p><p>
 <img src="images/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.2021_2.JPG" alt="Haupts
 traßenführungWirthBopp 20.11.2021 2" width="560" height="279" /></p><p><em>
 Links das "Gespensterhaus", rechts: Julian Wirth zeigt, dass Kelkheim im 19
 . Jahrhundert ein klassisches Straßendorf war.</em><em></em></p><p><span st
 yle="font-size: 10pt;">Insbesondere das „Gespensterhaus“, ein ehemaliges so
 genanntes Wohn-Scheune-Haus, kann als architektonisches Kuriosum unserer St
 adt bezeichnet werden. Die ärmlich anmutenden Lebensverhältnisse des 18. Ja
 hrhunderts lassen sich an ihm besonders gut nachvollziehen.</span></p><p><s
 pan style="font-size: 10pt;">Marianne Bopp wiederum blickte in die Moderne,
  die Umbruchzeit zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Als Nebenerwerb wurden die
  Schreinerei und das Möbelhandwerk immer wichtiger und prägten Kelkheims Wi
 rtschaften und das Leben seiner Anwohner über ein Jahrhundert.</span></p><p
 ><img src="images/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.2021_5.JPG" alt="Haupt
 straßenführungWirthBopp 20.11.2021 5" width="560" height="279" /></p><p><em
 >Links das Gelände der Fa. Dichmann mit Teich und Sägewerk, rechts zeigt Ma
 rianne Bopp, dass die Fa. sogar über eine Kleinbahn verfügte.</em><em></em>
 </p><p><span style="font-size: 10pt;">Die Museumspädagogin redete über die 
 enorme Anzahl an Schreinereien, ihre im Laufe der Zeit wechselnden unterneh
 merischen Strategien und den Weltruhm ihrer Möbel.</span></p><p><img src="i
 mages/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.2021_6jpg.jpg" alt="Hauptstraßenfü
 hrungWirthBopp 20.11.2021 6jpg" width="560" height="358" /></p><p><em>Die B
 elegschaft der Fa. Dichmann in 1909.</em><em></em></p><p><span style="font-
 size: 10pt;">Insbesondere das holzverarbeitende Unternehmen Dichmann prägte
  das Dorf und die Stadt (ab 1938) wie kein zweites. Edle und exotische Hölz
 er aus aller Welt trafen in Kelkheim ein und wurden hier den Wünschen der K
 unden entsprechend weiterverarbeitet.</span></p><p><img src="images/Hauptst
 raßenführungWirthBopp_20.11.2021_7jpg.jpg" alt="HauptstraßenführungWirthBop
 p 20.11.2021 7jpg" width="560" height="280" /></p><p><span style="font-size
 : 10pt;">Ein Zeitsprung! Am Platz ohne Namen, bei der Stadtkapelle, erläute
 rte Wirth die Folgen des Dreißigjährigen Krieges, die Heere, den Hunger, di
 e Pest, die gleich den Apokalyptischen Reitern unsere Region überkamen. </s
 pan></p><p><img src="images/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.2021_8jpg.jp
 g" alt="HauptstraßenführungWirthBopp 20.11.2021 8jpg" width="560" height="2
 80" /></p><p><em>Der Galgenbaum</em><em></em></p><p><span style="font-size:
  10pt;">Der Wiederaufbau nach dem großen Brand von 1671 durch die Hilfe des
  „Deutschen Salomo“, Kurfürst Johann Philipp von Schönborn, wurde durch ihn
  erläutert. Auch die interessante Geschichte der ersten Kapelle Kelkheims, 
 die ursprünglich eine Hofheimer „Pestkapelle“ war, wurde erzählt.</span></p
 ><p><img src="images/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.2021_9jpg.jpg" alt=
 "HauptstraßenführungWirthBopp 20.11.2021 9jpg" width="560" height="280" /><
 /p><p><span style="font-size: 10pt;">Marianne Bopp thematisierte im Anschlu
 ss die Errichtung der Kapelle von 1891/92, die mit viel Eigenleistung der K
 elkheimer Katholiken gelang. Seit 1938, als Kelkheim mit Hornau und Münster
  vereinigt die Stadtrechte bekam, darf sie sich Stadtkapelle nennen. Danebe
 n lagen jahrzehntelang Rathaus und Polizei, wechselnd in zwei Gebäuden, die
  zu ihrer Zeit auch als Schule gedient hatten.</span></p><p><span style="fo
 nt-size: 10pt;">Immer wieder kam es zu Erzählungen ehemaliger und derzeitig
 er Anwohner der Hauptstraße, die der Führung eine besondere Lebendigkeit un
 d Dynamik verliehen. Die Autoren dieser Zeilen bedanken sich hierfür ausdrü
 cklich.</span></p><p><img src="images/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.20
 21_10jpg.jpg" alt="HauptstraßenführungWirthBopp 20.11.2021 10jpg" width="56
 0" height="315" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Viel wäre noch zu e
 rzählen gewesen, doch nach fast zwei Stunden fand die Führung am oberen End
 e der Hauptstraße ihr Ende. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</span></p>
 <p><span style="font-size: 10pt;">Der herzliche Dank der Verfasser dieses A
 rtikels gilt den Besuchern ihrer Führung sowie Herrn Jürgen Moog vom Museum
 sverein für die ansprechenden Fotos.</span></p><p><span style="font-size: 1
 0pt;">Marianne Bopp und Julian Wirth</span></p>
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff0000
 ;"><strong>Zeitreise – Eine Führung durch Kelkheims historisches Herz </str
 ong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt;
  color: #ff6600;"><strong>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 
 &nbsp; &nbsp; &nbsp; mit Museumspädagogin Marianne Bopp&nbsp; &nbsp; &nbsp;
  &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; und Historiker Julian Wirth</str
 ong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Wo und wann Kelkheims Gesc
 hichte beginnt, lässt sich ebenso unterschiedlich wie interessant beantwort
 en. Museumspädagogin Marianne Bopp und Historiker Julian Wirth haben sich d
 azu entschieden, diesen Beginn in der Hauptstraße zu suchen.Gemeinsam luden
  die beiden zu ihrer neuen Führung im historischen Herz der Stadt Kelkheim 
 ein und nahmen ihre Gäste mit auf eine Reise durch die Hauptstraße, in die 
 Zeiten der Mainzer Kurfürsten, des Herzogtums Nassau und der preußischen Pr
 ovinz Hessen-Nassau.</span></p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/imag
 es/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.2021_1.jpg" alt="HauptstraßenführungW
 irthBopp 20.11.2021 1" width="560" height="280" /></p><p><span style="font-
 size: 10pt;">Julian Wirth legte den Schwerpunkt seiner Erzählung in die Vor
 moderne. </span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Am „Gespensterhaus“ (
 Hauptstraße 49) beginnend, erzählte er vom Aussehen des ehemaligen Dorfes, 
 seiner „Ortsbefestigung“ mit Unter- und Obertor und dem heute seltsam kling
 enden Weg „Judehohl“.&nbsp;&nbsp;</span></p><p><img src="https://museum-kel
 kheim.de/images/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.2021_3.JPG" alt="Hauptst
 raßenführungWirthBopp 20.11.2021 3" width="560" height="279" /></p><p><span
  style="font-size: 10pt;">Die über Jahrhunderte andauernde Zerstückelung de
 s Landes durch ein Erbrecht, dass sogar die Frauen jener Zeit berücksichtig
 te (!) wurden von ihm ebenso thematisiert, wie das heute noch häufig anzutr
 effende Fachwerk des ehemaligen Dorfes. </span></p><p><img src="https://mus
 eum-kelkheim.de/images/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.2021_2.JPG" alt="
 HauptstraßenführungWirthBopp 20.11.2021 2" width="560" height="279" /></p><
 p><em>Links das "Gespensterhaus", rechts: Julian Wirth zeigt, dass Kelkheim
  im 19. Jahrhundert ein klassisches Straßendorf war.</em><em></em></p><p><s
 pan style="font-size: 10pt;">Insbesondere das „Gespensterhaus“, ein ehemali
 ges sogenanntes Wohn-Scheune-Haus, kann als architektonisches Kuriosum unse
 rer Stadt bezeichnet werden. Die ärmlich anmutenden Lebensverhältnisse des 
 18. Jahrhunderts lassen sich an ihm besonders gut nachvollziehen.</span></p
 ><p><span style="font-size: 10pt;">Marianne Bopp wiederum blickte in die Mo
 derne, die Umbruchzeit zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Als Nebenerwerb wurd
 en die Schreinerei und das Möbelhandwerk immer wichtiger und prägten Kelkhe
 ims Wirtschaften und das Leben seiner Anwohner über ein Jahrhundert.</span>
 </p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/HauptstraßenführungWirth
 Bopp_20.11.2021_5.JPG" alt="HauptstraßenführungWirthBopp 20.11.2021 5" widt
 h="560" height="279" /></p><p><em>Links das Gelände der Fa. Dichmann mit Te
 ich und Sägewerk, rechts zeigt Marianne Bopp, dass die Fa. sogar über eine 
 Kleinbahn verfügte.</em><em></em></p><p><span style="font-size: 10pt;">Die 
 Museumspädagogin redete über die enorme Anzahl an Schreinereien, ihre im La
 ufe der Zeit wechselnden unternehmerischen Strategien und den Weltruhm ihre
 r Möbel.</span></p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Hauptstra
 ßenführungWirthBopp_20.11.2021_6jpg.jpg" alt="HauptstraßenführungWirthBopp 
 20.11.2021 6jpg" width="560" height="358" /></p><p><em>Die Belegschaft der 
 Fa. Dichmann in 1909.</em><em></em></p><p><span style="font-size: 10pt;">In
 sbesondere das holzverarbeitende Unternehmen Dichmann prägte das Dorf und d
 ie Stadt (ab 1938) wie kein zweites. Edle und exotische Hölzer aus aller We
 lt trafen in Kelkheim ein und wurden hier den Wünschen der Kunden entsprech
 end weiterverarbeitet.</span></p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/im
 ages/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.2021_7jpg.jpg" alt="Hauptstraßenfüh
 rungWirthBopp 20.11.2021 7jpg" width="560" height="280" /></p><p><span styl
 e="font-size: 10pt;">Ein Zeitsprung! Am Platz ohne Namen, bei der Stadtkape
 lle, erläuterte Wirth die Folgen des Dreißigjährigen Krieges, die Heere, de
 n Hunger, die Pest, die gleich den Apokalyptischen Reitern unsere Region üb
 erkamen. </span></p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Hauptstr
 aßenführungWirthBopp_20.11.2021_8jpg.jpg" alt="HauptstraßenführungWirthBopp
  20.11.2021 8jpg" width="560" height="280" /></p><p><em>Der Galgenbaum</em>
 <em></em></p><p><span style="font-size: 10pt;">Der Wiederaufbau nach dem gr
 oßen Brand von 1671 durch die Hilfe des „Deutschen Salomo“, Kurfürst Johann
  Philipp von Schönborn, wurde durch ihn erläutert. Auch die interessante Ge
 schichte der ersten Kapelle Kelkheims, die ursprünglich eine Hofheimer „Pes
 tkapelle“ war, wurde erzählt.</span></p><p><img src="https://museum-kelkhei
 m.de/images/HauptstraßenführungWirthBopp_20.11.2021_9jpg.jpg" alt="Hauptstr
 aßenführungWirthBopp 20.11.2021 9jpg" width="560" height="280" /></p><p><sp
 an style="font-size: 10pt;">Marianne Bopp thematisierte im Anschluss die Er
 richtung der Kapelle von 1891/92, die mit viel Eigenleistung der Kelkheimer
  Katholiken gelang. Seit 1938, als Kelkheim mit Hornau und Münster vereinig
 t die Stadtrechte bekam, darf sie sich Stadtkapelle nennen. Daneben lagen j
 ahrzehntelang Rathaus und Polizei, wechselnd in zwei Gebäuden, die zu ihrer
  Zeit auch als Schule gedient hatten.</span></p><p><span style="font-size: 
 10pt;">Immer wieder kam es zu Erzählungen ehemaliger und derzeitiger Anwohn
 er der Hauptstraße, die der Führung eine besondere Lebendigkeit und Dynamik
  verliehen. Die Autoren dieser Zeilen bedanken sich hierfür ausdrücklich.</
 span></p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Hauptstraßenführung
 WirthBopp_20.11.2021_10jpg.jpg" alt="HauptstraßenführungWirthBopp 20.11.202
 1 10jpg" width="560" height="315" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">V
 iel wäre noch zu erzählen gewesen, doch nach fast zwei Stunden fand die Füh
 rung am oberen Ende der Hauptstraße ihr Ende. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp
 ;&nbsp;</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Der herzliche Dank der 
 Verfasser dieses Artikels gilt den Besuchern ihrer Führung sowie Herrn Jürg
 en Moog vom Museumsverein für die ansprechenden Fotos.</span></p><p><span s
 tyle="font-size: 10pt;">Marianne Bopp und Julian Wirth</span></p>
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