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SUMMARY:Vorstellung der Broschüre „10 Jahre Meisterstücke made in Kelkheim“
DESCRIPTION:<p style="text-align: center;"><span style="color: #993366;"></span><span s
 tyle="font-size: 18pt; color: #993366;"><strong>Vorstellung der Broschüre <
 /strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 1
 8pt; color: #993366;"><strong>„10 Jahre Meisterstücke made in Kelkheim“</st
 rong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Der Museumsverein hatte z
 u einem Pressegespräch am 19.08.2021, 11:00 Uhr in das Museum Kelkheim eing
 eladen, um die Hochglanzbroschüre zu präsentieren, mit der die „Möbel des J
 ahres“ 2012 – 2021 gewürdigt werden.</span></p><p><img src="images/Vorstell
 ung_Broschüre_MöbeldesJahres_19.08.2021_1.JPG" alt="Vorstellung Broschüre M
 öbeldesJahres 19.08.2021 1" width="560" height="326" /></p><p><span style="
 font-size: 10pt;">Der 1. Vorsitzende des Museumsvereins, Jürgen Moog (links
 ) stellte die Organisatoren der „Möbel des Jahres“ (MdJ) und das Redaktions
 team für die Broschüre vor. V.l.: Inge Voigt&nbsp; (Ideengeberin und Organi
 satorin der MdJ 2012-2014), Torsten Weigelt (Redaktion), Dr. Beate Matusche
 k (Idee für Broschüre und Redaktion), Marianne Bopp (Redaktion und Recherch
 e), Edelgard Kleemann (Mitorganisation des MdJ 2014), Andrea Hillebrecht-Sc
 hulte (Organisation der MdJ 2019 und 2020/2021), Rüdiger Kraatz (Organisati
 on der MdJ 2015-2018).</span></p><p><span style="font-size: 10pt;"><strong>
 Erfolgsmodell MdJ</strong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Wir 
 sind stolz darauf, dass wir in Kelkheim ein anerkanntes Stadtmuseum mit ein
 er Spezialsammlung für Möbelhandwerk und Stadtgeschichte haben. Somit könne
 n wir dafür sorgen, dass die Vergangenheit unserer Stadt bewahrt wird und A
 nregungen für unsere Zukunft gegeben werden. Dies gelingt jedoch nur, wenn 
 das Museum attraktiv ist.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">2012 
 hatte die damalige 2. Vorsitzende Inge Voigt die wunderbare Idee, mit der W
 ahl des „Möbel des Jahres“ den Besucherinnen und Besuchern des Museums Kelk
 heim ein besonderes Möbelstück vorzustellen und dabei an die 100-jährige Ke
 lkheimer Möbelgeschichte zu erinnern.</span></p><p><img src="images/Vorstel
 lung_Broschüre_MöbeldesJahres_19.08.2021_2.JPG" alt="Vorstellung Broschüre 
 MöbeldesJahres 19.08.2021 2" width="560" height="315" /></p><p><span style=
 "font-size: 10pt;">Laut Inge Voigt sind für den Erfolg des Museums Kelkheim
  eine hervorragende Zusammenarbeit im Team und daraus resultierend Ideen zu
 r Steigerung der Attraktivität des Museums erforderlich. Eine gute Idee in 
 2012 war beispielsweise die Durchführung von Trauungen im Museum. Leider sc
 heiterte dies an fehlenden Parkplätzen.</span></p><p><span style="font-size
 : 10pt;">Das MdJ sorgte nicht nur bei seiner Vorstellung, sondern auch bei 
 den Führungen zur Möbelgeschichte und auch beim normalen Museumsbetrieb für
  viele interessierte Besucherinnen und Besucher.</span></p><p><span style="
 font-size: 10pt;">Zusammen mit den im Museum ausgestellten Exponaten bietet
  das MdJ eine Bühne für die Geschichte der Kelkheimer Schreinereien und Möb
 elhäuser, sowie für die Auseinandersetzung mit ihren Familientraditionen. A
 ußerdem werden die Kunstfertigkeit und der Ideenreichtum unserer Handwerker
  gewürdigt, mit denen sie zur „Möbelstadt Kelkheim“ beigetragen haben.</spa
 n></p><p><span style="font-size: 10pt;">Das „Möbel des Jahres“ entwickelte 
 sich zum Erfolgsmodell, welches ein fester, sehr erfolgreicher Bestandteil 
 unseres Museumsprogramms geworden ist.</span></p><p><span style="font-size:
  10pt;"><strong>Rückblick auf die Anfänge der Sammlung und das Museum für M
 öbelhandwerk und Stadtgeschichte</strong></span></p><p><span style="font-si
 ze: 10pt;"><strong>Die Ursprünge des heutigen Museums reichen bis in das Ja
 hr 1985 zurück</strong>. Die Kulturreferentin Dr. Beate Matuschek berichtet
 e, dass sich damals eine „Bürgerinitiative Kelkheimer Heimatmuseum, ein Hau
 s für Vergangenheit und Zukunft“ gründete. Ziel war es, an die ausgeprägte 
 Handwerksgeschichte Kelkheims zu erinnern.</span></p><p><img src="images/Vo
 rstellung_Broschüre_MöbeldesJahres_19.08.2021_4.JPG" alt="Vorstellung Brosc
 hüre MöbeldesJahres 19.08.2021 4" width="560" height="286" /></p><p><span s
 tyle="font-size: 10pt;">Initiatoren waren der legendäre Stadtbaumeister Fra
 nz Ball sowie Innungsehrenobermeister Gregor Wolf, Schreinermeister Karl Wi
 esemann und der Ingenieur Günter Stempel - allesamt historisch engagierte S
 pezialisten im Ruhestand.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Die S
 tadt Kelkheim förderte ihr Anliegen und motivierte sie, 1987 den Verein „Fö
 rderkreis Handwerk“ zu gründen. Damit nahm eine wechselvolle Entwicklung ni
 mmt ihren Lauf.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Mit Blick auf e
 in zukünftiges Museum entstand im Verlauf der Jahre eine umfangreiche Samml
 ung aus Handwerksgeräten, Maschinen und Möbeln, die zunächst im Depot der F
 irma Sieder in der Pestalozzistraße, dann in den Räumen des alten Hallenbad
 es und schließlich in der Werkhalle der Zimmerei Prokasky in Eppenhain gela
 gert wurde.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Das erstrebte Museu
 m blieb jedoch 15 Jahre lang ein Traum. Zwar wurden verschiedene Museumssta
 ndorte diskutiert, aus unterschiedlichen Gründen allerdings verworfen.</spa
 n></p><p><span style="font-size: 10pt;">Nach Einrichtung eines Kulturrefera
 ts innerhalb der Stadtverwaltung Kelkheim im Jahr 1994 entstand ein Museums
 konzept, das zunächst für freiwerdende Räumlichkeiten am Zauberberg entworf
 en wurde.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;"><strong>Völlig unerwa
 rtet erhielt die Sammlung im Jahr 2000 eine Heimat am Standort der ehemalig
 en Schreinerei Bender an der Frankfurter Straße 21. </strong></span></p><p>
 <span style="font-size: 10pt;">Mit Freiwerden eines Ausstellungsraumes im e
 rsten Geschoss des <em>Holunder Hofes</em> bereitete Bürgermeister Thomas H
 orn den Weg für die Anmietung und Einrichtung eines vereinsgeführten Museum
 s. Die Mietkosten übernahm ein Sponsor.</span></p><p><span style="font-size
 : 10pt;">Damit verbunden war eine Neuausrichtung der Sammlung: weg vom allg
 emeinen „Handwerk“, hin zur Spezialisierung auf das „Möbelhandwerk“, - ein 
 Alleinstellungsmerkmal, das Kelkheim im Verlauf von 150 Jahren zur überregi
 onal bekannten „Möbelstadt“ werden ließ.</span></p><p><span style="font-siz
 e: 10pt;">Im Jahr 2004 konnte erstmals ein „Museum Kelkheim – Sammlung für 
 Möbelhandwerk und Stadtgeschichte“ im Beisein der damaligen Ministerin für 
 Wissenschaft und Kunst, Ruth Wagner, eröffnet werden. Der Verein nennt sich
  fortan „Museumsverein Kelkheim - Förderkreis für Möbelhandwerks- und Stadt
 geschichte“.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;"><strong>Das Museum
  – Wertschätzung der Kreativität von Kelkheimer Schreinern </strong></span>
 </p><p><span style="font-size: 10pt;">Kelkheimer Handwerker zeichnten sich 
 durch Erfindungsreichtum aus. Sie gehörten zu den ersten, die bereits Mitte
  des 19. Jahrhunderts im Nebenerwerb günstiges Mobiliar für eine industriel
 l aufstrebende Region fertigen und sich nicht scheuen, dafür raumsparende M
 aschinenkombinationen herzustellen. Die ehemals armen Taunusdörfer entwicke
 lten sich zur wirtschaftlich aufstrebenden „Möbelstadt“.</span></p><p><span
  style="font-size: 10pt;">Im 20. Jahrhundert wuchsen die Schreinereien in d
 en Stadtteilen des heutigen Kelkheim auf rund 300 Betriebe an. Bei der Möbe
 lfabrikation werden laut Stadtchronik (1955) immer wieder „Neue Ideen…&nbsp
 ; in das handwerkliche Schaffen hineingetragen“. Selbstbewusst wird die Qua
 lität des Holzhandwerks seit 1925 einer Möbelmesse präsentiert.</span></p><
 p><span style="font-size: 10pt;">Und so verwundert es nicht, dass auch illu
 stre Gäste eintrafen und umfangreich einkauften: Im Oktober 1955 besuchte d
 er Bruder des Königs von Saudi - Arabien, Prinz Abdulla mit Gefolge die Kel
 kheimer Möbelausstellung und erteilte einen Großauftrag zur Lieferung von M
 öbeln in Kelkheim. Der Kaiser von Abessinien zeichnete 1956 die Kelkheimer 
 Möbelfabrik Heinrich Bender &amp; Söhne für die Lieferung eines Arbeits- un
 d zweier Schlafzimmer mit einer Goldmedaille aus. Der Innenarchitekt Richar
 d Oppermann erhielt ebenso eine Goldmedaille für die Entwürfe der gesamten 
 Inneneinrichtung des neuen kaiserlichen Schlosses, deren Mobiliar in Kelkhe
 im hergestellt wurde.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Heute ist
  zwar die Anzahl der Betriebe in Kelkheim erheblich geschrumpft, dennoch wi
 rd weiterhin hochkarätiges Mobiliar für namhafte Unternehmen und Persönlich
 keiten hergestellt: Dezente Hocker für <em>Apple Stores</em> oder Blattgold
  belegte Sitzmöbel für begüterte chinesische Kunden stammen ebenso aus Kelk
 heim wie Designertische für bekannte Schauspieler wie Brad Pitt und Gudrun 
 Landgrebe oder für Fußballlegende Rudi Völler.</span></p><p><span style="fo
 nt-size: 10pt;"><strong>Kursorische Vorstellung der Möbel des Jahres</stron
 g></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Bei dem Rückblick auf die Md
 J wurde deutlich, dass jedes Möbel eine besondere Geschichte erzählt – über
  den Handwerker / die Handwerkerin, die Familie, den Schreinereibetrieb und
  auch wie das Möbelstück zum Museum fand und MdJ wurde.</span></p><p><img s
 rc="images/MdJ_2012_01.jpg" alt="MdJ 2012 01" width="560" height="326" /></
 p><p><em>Die Stifter Cornelia und Peter Faber mit Bild seines Großvaters, P
 eter Kunz, sowie der ehemalige Polizist Josef Becker</em></p><p><span style
 ="font-size: 10pt;">Als erstes MdJ wurde in <strong>2012</strong> eine Vitr
 ine aus hochglanzpoliertem Nussbaumholz vorgestellt: das Meisterstück von P
 eter Kunz. Frau Dr. Matuschek konstatiert dem bodenständigen Schreinermeist
 er, dass er mit der Gestaltung des edlen Stückes eine Versachlichung des Ju
 gendstils verfolgt hatte.</span></p><p><img src="images/MdJ_2014_1.jpg" alt
 ="MdJ 2014 1" width="560" height="338" /></p><p><span style="font-size: 10p
 t;">Angesprochen wurde auch das einzig erhaltene Klavier, das von Georg Kil
 p VI. als selbstspielendes Klavier mit mechanischen Notenrollen-Betrieb gep
 lant, dann aber als bespielbares Klavier ausgebaut wurde. Der Münsterer Mar
 kus Watzlawik hatte das Klavier in seiner Garage und stiftete es dem Museum
 . Es wurde zum <strong>MdJ 2014</strong>.</span></p><p><img src="images/MdJ
 _2015_1.jpg" alt="MdJ 2015 1" width="560" height="320" /></p><p><span style
 ="font-size: 10pt;">Rüdiger Kraatz stellte beim <strong>MdJ 2015</strong>, 
 einem im Bauhaus-Stil gearbeiteten Schreib- und Zeichentisch aus Esche, die
  besondere Geschichte der Abiturientin Karin Schade heraus, der zunächst ei
 n Studium verwehrt war. Sie begann in 1958 eine Schreinerlehre und wurde mi
 t einem Einser-Zeugnis die erste Schreinergesellin im Main-Taunus-Kreis. Sp
 äter studierte sie Kulturwissenschaften, ließ sich als Bauzeichnerin ausbil
 den und erwarb das Diplom des Bauingenieurs.</span></p><p><img src="images/
 MdJ_2017_1.jpg" alt="MdJ 2017 1" width="560" height="358" /></p><p><span st
 yle="font-size: 10pt;">Das <strong>MdJ 2017, </strong>ein Frankfurter Schra
 nk, der Ende der 1980er Jahre von dem Kelkheimer Schreinermeister Erwin Ple
 ines und dem Schreiner Josip Gretic gefertigt wurde, ist fester Bestandteil
  der Straße der Schaufenster in unserem Museum. Er besteht aus 500 kg Massi
 vholz und 150 Teilen.</span></p><p><img src="images/MdJ_2018_1.jpg" alt="Md
 J 2018 1" width="560" height="315" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">
 Auch das <strong>MdJ 2018</strong> war ein Meisterstück. Der Schreinergesel
 le Martin Tippel baute hierfür einen dreiteiligen Vitrinenschrank mit auszi
 ehbarem Esstisch mit Makassar-Ebenholz-Furnier. Herr Kraatz schilderte Herr
 n Tippel als Fischbacher Original, dessen Leidenschaft die Musik war. Er le
 rnte Geige und brachte sich Mandoline, Gitarre, Cello, Kontrabass, Trompete
  und Schlagzeug selbst bei. Mit seinem Bruder spielte er bei Veranstaltunge
 n, in Cafes und selbst mit 90 Jahren noch im Altersheim.</span></p><p><img 
 src="images/MdJ_2019_1a.jpg" alt="MdJ 2019 1a" width="560" height="315" /><
 /p><p><span style="font-size: 10pt;">Die 2. Vorsitzende Andrea Hillebrecht-
 Schulte berichtete zum <strong>MDJ 2019 </strong>über die zukunftsweisende 
 Idee der Fa. Lange Innenausbau Kelkheim, altes Handwerk in neuem Design zu 
 präsentieren. So ist für den Hocker „Gral“ zwar klassisches Möbelhandwerk e
 rforderlich, dies jedoch mit Unterstützung des Computers, um Passgenauigkei
 t zu erreichen. Die Firma wurde 1980 gegründet und produziert u.a. die Hock
 er für die Apple-Stores.</span></p><p><img src="images/MdJ_2020_1.jpg" alt=
 "MdJ 2020 1" width="560" height="280" /></p><p><span style="font-size: 10pt
 ;">Geplant war das <strong>MdJ 2020 / 2021</strong> nur als Marketing-Gag. 
 Das von Franz Kraemer in 1956 erfundene Rundbett erwies sich jedoch als Ver
 kaufsschlager für das Möbelhaus Stelzer und wurde rund 1.000 Mal verkauft. 
 Frau Hillebrecht-Schulte wies daraufhin, dass die Familie Stelzer seit über
  100 Jahren im Möbelgeschäft ist und auch heute noch erfolgreich Haus- und 
 Wohnungseinrichtungen plant und verkauft.</span></p><p><span style="font-si
 ze: 10pt;">Die sehr gelungene Broschüre wird kostenlos weitergegeben und li
 egt im Museum und im Rathaus aus. Den fast 300 Mitgliedern des Museumsverei
 ns wird sie zugestellt.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Dr. Bea
 te Matuschek und Jürgen Moog</span></p>
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="color: #993366;"></span><span s
 tyle="font-size: 18pt; color: #993366;"><strong>Vorstellung der Broschüre <
 /strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 1
 8pt; color: #993366;"><strong>„10 Jahre Meisterstücke made in Kelkheim“</st
 rong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Der Museumsverein hatte z
 u einem Pressegespräch am 19.08.2021, 11:00 Uhr in das Museum Kelkheim eing
 eladen, um die Hochglanzbroschüre zu präsentieren, mit der die „Möbel des J
 ahres“ 2012 – 2021 gewürdigt werden.</span></p><p><img src="https://museum-
 kelkheim.de/images/Vorstellung_Broschüre_MöbeldesJahres_19.08.2021_1.JPG" a
 lt="Vorstellung Broschüre MöbeldesJahres 19.08.2021 1" width="560" height="
 326" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Der 1. Vorsitzende des Museums
 vereins, Jürgen Moog (links) stellte die Organisatoren der „Möbel des Jahre
 s“ (MdJ) und das Redaktionsteam für die Broschüre vor. V.l.: Inge Voigt&nbs
 p; (Ideengeberin und Organisatorin der MdJ 2012-2014), Torsten Weigelt (Red
 aktion), Dr. Beate Matuschek (Idee für Broschüre und Redaktion), Marianne B
 opp (Redaktion und Recherche), Edelgard Kleemann (Mitorganisation des MdJ 2
 014), Andrea Hillebrecht-Schulte (Organisation der MdJ 2019 und 2020/2021),
  Rüdiger Kraatz (Organisation der MdJ 2015-2018).</span></p><p><span style=
 "font-size: 10pt;"><strong>Erfolgsmodell MdJ</strong></span></p><p><span st
 yle="font-size: 10pt;">Wir sind stolz darauf, dass wir in Kelkheim ein aner
 kanntes Stadtmuseum mit einer Spezialsammlung für Möbelhandwerk und Stadtge
 schichte haben. Somit können wir dafür sorgen, dass die Vergangenheit unser
 er Stadt bewahrt wird und Anregungen für unsere Zukunft gegeben werden. Die
 s gelingt jedoch nur, wenn das Museum attraktiv ist.</span></p><p><span sty
 le="font-size: 10pt;">2012 hatte die damalige 2. Vorsitzende Inge Voigt die
  wunderbare Idee, mit der Wahl des „Möbel des Jahres“ den Besucherinnen und
  Besuchern des Museums Kelkheim ein besonderes Möbelstück vorzustellen und 
 dabei an die 100-jährige Kelkheimer Möbelgeschichte zu erinnern.</span></p>
 <p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Vorstellung_Broschüre_Möbeld
 esJahres_19.08.2021_2.JPG" alt="Vorstellung Broschüre MöbeldesJahres 19.08.
 2021 2" width="560" height="315" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">La
 ut Inge Voigt sind für den Erfolg des Museums Kelkheim eine hervorragende Z
 usammenarbeit im Team und daraus resultierend Ideen zur Steigerung der Attr
 aktivität des Museums erforderlich. Eine gute Idee in 2012 war beispielswei
 se die Durchführung von Trauungen im Museum. Leider scheiterte dies an fehl
 enden Parkplätzen.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Das MdJ sorg
 te nicht nur bei seiner Vorstellung, sondern auch bei den Führungen zur Möb
 elgeschichte und auch beim normalen Museumsbetrieb für viele interessierte 
 Besucherinnen und Besucher.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Zus
 ammen mit den im Museum ausgestellten Exponaten bietet das MdJ eine Bühne f
 ür die Geschichte der Kelkheimer Schreinereien und Möbelhäuser, sowie für d
 ie Auseinandersetzung mit ihren Familientraditionen. Außerdem werden die Ku
 nstfertigkeit und der Ideenreichtum unserer Handwerker gewürdigt, mit denen
  sie zur „Möbelstadt Kelkheim“ beigetragen haben.</span></p><p><span style=
 "font-size: 10pt;">Das „Möbel des Jahres“ entwickelte sich zum Erfolgsmodel
 l, welches ein fester, sehr erfolgreicher Bestandteil unseres Museumsprogra
 mms geworden ist.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;"><strong>Rückb
 lick auf die Anfänge der Sammlung und das Museum für Möbelhandwerk und Stad
 tgeschichte</strong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;"><strong>Di
 e Ursprünge des heutigen Museums reichen bis in das Jahr 1985 zurück</stron
 g>. Die Kulturreferentin Dr. Beate Matuschek berichtete, dass sich damals e
 ine „Bürgerinitiative Kelkheimer Heimatmuseum, ein Haus für Vergangenheit u
 nd Zukunft“ gründete. Ziel war es, an die ausgeprägte Handwerksgeschichte K
 elkheims zu erinnern.</span></p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/ima
 ges/Vorstellung_Broschüre_MöbeldesJahres_19.08.2021_4.JPG" alt="Vorstellung
  Broschüre MöbeldesJahres 19.08.2021 4" width="560" height="286" /></p><p><
 span style="font-size: 10pt;">Initiatoren waren der legendäre Stadtbaumeist
 er Franz Ball sowie Innungsehrenobermeister Gregor Wolf, Schreinermeister K
 arl Wiesemann und der Ingenieur Günter Stempel - allesamt historisch engagi
 erte Spezialisten im Ruhestand.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;"
 >Die Stadt Kelkheim förderte ihr Anliegen und motivierte sie, 1987 den Vere
 in „Förderkreis Handwerk“ zu gründen. Damit nahm eine wechselvolle Entwickl
 ung nimmt ihren Lauf.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Mit Blick
  auf ein zukünftiges Museum entstand im Verlauf der Jahre eine umfangreiche
  Sammlung aus Handwerksgeräten, Maschinen und Möbeln, die zunächst im Depot
  der Firma Sieder in der Pestalozzistraße, dann in den Räumen des alten Hal
 lenbades und schließlich in der Werkhalle der Zimmerei Prokasky in Eppenhai
 n gelagert wurde.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Das erstrebte
  Museum blieb jedoch 15 Jahre lang ein Traum. Zwar wurden verschiedene Muse
 umsstandorte diskutiert, aus unterschiedlichen Gründen allerdings verworfen
 .</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Nach Einrichtung eines Kultur
 referats innerhalb der Stadtverwaltung Kelkheim im Jahr 1994 entstand ein M
 useumskonzept, das zunächst für freiwerdende Räumlichkeiten am Zauberberg e
 ntworfen wurde.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;"><strong>Völlig 
 unerwartet erhielt die Sammlung im Jahr 2000 eine Heimat am Standort der eh
 emaligen Schreinerei Bender an der Frankfurter Straße 21. </strong></span><
 /p><p><span style="font-size: 10pt;">Mit Freiwerden eines Ausstellungsraume
 s im ersten Geschoss des <em>Holunder Hofes</em> bereitete Bürgermeister Th
 omas Horn den Weg für die Anmietung und Einrichtung eines vereinsgeführten 
 Museums. Die Mietkosten übernahm ein Sponsor.</span></p><p><span style="fon
 t-size: 10pt;">Damit verbunden war eine Neuausrichtung der Sammlung: weg vo
 m allgemeinen „Handwerk“, hin zur Spezialisierung auf das „Möbelhandwerk“, 
 - ein Alleinstellungsmerkmal, das Kelkheim im Verlauf von 150 Jahren zur üb
 erregional bekannten „Möbelstadt“ werden ließ.</span></p><p><span style="fo
 nt-size: 10pt;">Im Jahr 2004 konnte erstmals ein „Museum Kelkheim – Sammlun
 g für Möbelhandwerk und Stadtgeschichte“ im Beisein der damaligen Ministeri
 n für Wissenschaft und Kunst, Ruth Wagner, eröffnet werden. Der Verein nenn
 t sich fortan „Museumsverein Kelkheim - Förderkreis für Möbelhandwerks- und
  Stadtgeschichte“.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;"><strong>Das 
 Museum – Wertschätzung der Kreativität von Kelkheimer Schreinern </strong><
 /span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Kelkheimer Handwerker zeichnten
  sich durch Erfindungsreichtum aus. Sie gehörten zu den ersten, die bereits
  Mitte des 19. Jahrhunderts im Nebenerwerb günstiges Mobiliar für eine indu
 striell aufstrebende Region fertigen und sich nicht scheuen, dafür raumspar
 ende Maschinenkombinationen herzustellen. Die ehemals armen Taunusdörfer en
 twickelten sich zur wirtschaftlich aufstrebenden „Möbelstadt“.</span></p><p
 ><span style="font-size: 10pt;">Im 20. Jahrhundert wuchsen die Schreinereie
 n in den Stadtteilen des heutigen Kelkheim auf rund 300 Betriebe an. Bei de
 r Möbelfabrikation werden laut Stadtchronik (1955) immer wieder „Neue Ideen
 …&nbsp; in das handwerkliche Schaffen hineingetragen“. Selbstbewusst wird d
 ie Qualität des Holzhandwerks seit 1925 einer Möbelmesse präsentiert.</span
 ></p><p><span style="font-size: 10pt;">Und so verwundert es nicht, dass auc
 h illustre Gäste eintrafen und umfangreich einkauften: Im Oktober 1955 besu
 chte der Bruder des Königs von Saudi - Arabien, Prinz Abdulla mit Gefolge d
 ie Kelkheimer Möbelausstellung und erteilte einen Großauftrag zur Lieferung
  von Möbeln in Kelkheim. Der Kaiser von Abessinien zeichnete 1956 die Kelkh
 eimer Möbelfabrik Heinrich Bender &amp; Söhne für die Lieferung eines Arbei
 ts- und zweier Schlafzimmer mit einer Goldmedaille aus. Der Innenarchitekt 
 Richard Oppermann erhielt ebenso eine Goldmedaille für die Entwürfe der ges
 amten Inneneinrichtung des neuen kaiserlichen Schlosses, deren Mobiliar in 
 Kelkheim hergestellt wurde.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Heu
 te ist zwar die Anzahl der Betriebe in Kelkheim erheblich geschrumpft, denn
 och wird weiterhin hochkarätiges Mobiliar für namhafte Unternehmen und Pers
 önlichkeiten hergestellt: Dezente Hocker für <em>Apple Stores</em> oder Bla
 ttgold belegte Sitzmöbel für begüterte chinesische Kunden stammen ebenso au
 s Kelkheim wie Designertische für bekannte Schauspieler wie Brad Pitt und G
 udrun Landgrebe oder für Fußballlegende Rudi Völler.</span></p><p><span sty
 le="font-size: 10pt;"><strong>Kursorische Vorstellung der Möbel des Jahres<
 /strong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Bei dem Rückblick auf 
 die MdJ wurde deutlich, dass jedes Möbel eine besondere Geschichte erzählt 
 – über den Handwerker / die Handwerkerin, die Familie, den Schreinereibetri
 eb und auch wie das Möbelstück zum Museum fand und MdJ wurde.</span></p><p>
 <img src="https://museum-kelkheim.de/images/MdJ_2012_01.jpg" alt="MdJ 2012 
 01" width="560" height="326" /></p><p><em>Die Stifter Cornelia und Peter Fa
 ber mit Bild seines Großvaters, Peter Kunz, sowie der ehemalige Polizist Jo
 sef Becker</em></p><p><span style="font-size: 10pt;">Als erstes MdJ wurde i
 n <strong>2012</strong> eine Vitrine aus hochglanzpoliertem Nussbaumholz vo
 rgestellt: das Meisterstück von Peter Kunz. Frau Dr. Matuschek konstatiert 
 dem bodenständigen Schreinermeister, dass er mit der Gestaltung des edlen S
 tückes eine Versachlichung des Jugendstils verfolgt hatte.</span></p><p><im
 g src="https://museum-kelkheim.de/images/MdJ_2014_1.jpg" alt="MdJ 2014 1" w
 idth="560" height="338" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Angesproche
 n wurde auch das einzig erhaltene Klavier, das von Georg Kilp VI. als selbs
 tspielendes Klavier mit mechanischen Notenrollen-Betrieb geplant, dann aber
  als bespielbares Klavier ausgebaut wurde. Der Münsterer Markus Watzlawik h
 atte das Klavier in seiner Garage und stiftete es dem Museum. Es wurde zum 
 <strong>MdJ 2014</strong>.</span></p><p><img src="https://museum-kelkheim.d
 e/images/MdJ_2015_1.jpg" alt="MdJ 2015 1" width="560" height="320" /></p><p
 ><span style="font-size: 10pt;">Rüdiger Kraatz stellte beim <strong>MdJ 201
 5</strong>, einem im Bauhaus-Stil gearbeiteten Schreib- und Zeichentisch au
 s Esche, die besondere Geschichte der Abiturientin Karin Schade heraus, der
  zunächst ein Studium verwehrt war. Sie begann in 1958 eine Schreinerlehre 
 und wurde mit einem Einser-Zeugnis die erste Schreinergesellin im Main-Taun
 us-Kreis. Später studierte sie Kulturwissenschaften, ließ sich als Bauzeich
 nerin ausbilden und erwarb das Diplom des Bauingenieurs.</span></p><p><img 
 src="https://museum-kelkheim.de/images/MdJ_2017_1.jpg" alt="MdJ 2017 1" wid
 th="560" height="358" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Das <strong>M
 dJ 2017, </strong>ein Frankfurter Schrank, der Ende der 1980er Jahre von de
 m Kelkheimer Schreinermeister Erwin Pleines und dem Schreiner Josip Gretic 
 gefertigt wurde, ist fester Bestandteil der Straße der Schaufenster in unse
 rem Museum. Er besteht aus 500 kg Massivholz und 150 Teilen.</span></p><p><
 img src="https://museum-kelkheim.de/images/MdJ_2018_1.jpg" alt="MdJ 2018 1"
  width="560" height="315" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Auch das 
 <strong>MdJ 2018</strong> war ein Meisterstück. Der Schreinergeselle Martin
  Tippel baute hierfür einen dreiteiligen Vitrinenschrank mit ausziehbarem E
 sstisch mit Makassar-Ebenholz-Furnier. Herr Kraatz schilderte Herrn Tippel 
 als Fischbacher Original, dessen Leidenschaft die Musik war. Er lernte Geig
 e und brachte sich Mandoline, Gitarre, Cello, Kontrabass, Trompete und Schl
 agzeug selbst bei. Mit seinem Bruder spielte er bei Veranstaltungen, in Caf
 es und selbst mit 90 Jahren noch im Altersheim.</span></p><p><img src="http
 s://museum-kelkheim.de/images/MdJ_2019_1a.jpg" alt="MdJ 2019 1a" width="560
 " height="315" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Die 2. Vorsitzende A
 ndrea Hillebrecht-Schulte berichtete zum <strong>MDJ 2019 </strong>über die
  zukunftsweisende Idee der Fa. Lange Innenausbau Kelkheim, altes Handwerk i
 n neuem Design zu präsentieren. So ist für den Hocker „Gral“ zwar klassisch
 es Möbelhandwerk erforderlich, dies jedoch mit Unterstützung des Computers,
  um Passgenauigkeit zu erreichen. Die Firma wurde 1980 gegründet und produz
 iert u.a. die Hocker für die Apple-Stores.</span></p><p><img src="https://m
 useum-kelkheim.de/images/MdJ_2020_1.jpg" alt="MdJ 2020 1" width="560" heigh
 t="280" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Geplant war das <strong>MdJ
  2020 / 2021</strong> nur als Marketing-Gag. Das von Franz Kraemer in 1956 
 erfundene Rundbett erwies sich jedoch als Verkaufsschlager für das Möbelhau
 s Stelzer und wurde rund 1.000 Mal verkauft. Frau Hillebrecht-Schulte wies 
 daraufhin, dass die Familie Stelzer seit über 100 Jahren im Möbelgeschäft i
 st und auch heute noch erfolgreich Haus- und Wohnungseinrichtungen plant un
 d verkauft.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Die sehr gelungene 
 Broschüre wird kostenlos weitergegeben und liegt im Museum und im Rathaus a
 us. Den fast 300 Mitgliedern des Museumsvereins wird sie zugestellt.</span>
 </p><p><span style="font-size: 10pt;">Dr. Beate Matuschek und Jürgen Moog</
 span></p>
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