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SUMMARY:Eröffnung der Sonderausstellung Ella Bergmann und Robert Michel (Artikel von Dr. B. Matuschek und J. Moog)
LOCATION:Museum Kelkheim
DESCRIPTION:Ausstellungseröffnung »ELLA BERGMANN – ROBERT MICHEL«\nAvantgardisten im Ta
 unus\nSeit fast 10 zehn Jahren präsentiert die Stadt Kelkheim in ihrem Muse
 um immer wieder Sonderausstellungen, in denen verschiedene Kunstströmungen 
 vorgestellt werden:\n\n - den EXPRESSIONISMUS (Heinz Kreuz, 2010)\n - die R
 OMANTIK (Rheinromantik, 2012)\n - den REALISMUS (Käthe Kollwitz, 2013)\n - 
 die KAROLINGER (2015)\n - den SURREALISMUS (Dali/Chagall 2017/2018) und\n -
  die deutsche RENAISSANCE (Albrecht Dürer, 2019).In dieser Tradition steht 
 die Sonderausstellung „ELLA BERGMANN – ROBERT MICHEL“, die von Bürgermeiste
 r Albrecht Kündiger am 23.10.2019 im Museum Kelkheim eröffnet wurde. Sie wi
 rd dort bis zum 01.12.2019 freitags, samstags und sonntags zu sehen sein.\n
 \nEingeleitet wurde die Vernissage mit einem Duo von Mozart, mit dem Alexan
 dra Baldus (Violine) und Simone Weimar (Viola) auf die Eröffnung der Ausste
 llung einstimmten.\n\nBürgermeister Kündiger begrüßte die zahlreichen Kunst
 interessierten, darunter Landrat Michael Cyriax, der die Schirmherrschaft ü
 bernommen hat, den Stadtverordnetenvorsteher Wolf-Dieter Hasler und die Lei
 hgeber Dr. Hildegard Bonczkowitz, Ilka Keller (Tochter des Hauptleihgebers 
 Alfred Peter Keller, der leider verhindert war), Berthold Gall und Walter H
 ertel. Angesichts der Enge im derzeitigen Museum, in dem die Besucher kaum 
 zwischen den Stellwänden durchkamen, geschweige denn Sichtkontakt zu ihm ha
 tten, gestand der Bürgermeister ein, dass er sich die Ausstellung auch in e
 inem größeren Raum (Saal) in der Feldbergstraße vorstellen könnte.\n\nDr. B
 eate Matuschek führte mit viel Hintergrundwissen in die Ausstellung ein. Ih
 re wunderbaren Ausführungen wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:\n„Im April
  dieses Jahres wurde zum 100. JUBILÄUM des BAUHAUSES in WEIMAR das neue Bau
 haus-Museum eröffnet. Seitdem feiert man das Bauhaus in Zeitungen, Büchern 
 und sogar im Fernsehen mit einer sechsteiligen Serie. Zurecht, denn die Ref
 ormbewegung, die vom Bauhaus ausging, setzte weltweit Maßstäbe und gab Impu
 lse, die bis heute in unserem täglichen Leben nachwirken.\nMit unserer Auss
 tellung wollen auch wir an das Bauhaus erinnern, genauer an die Eröffnung, 
 in der Walter Gropius, der Leiter des Staatlichen Bauhauses, im April 1919 
 Arbeiten von Ella Bergmann und Robert Michel neben heutigen Kunstgrößen wie
  Lyonel Feiniger vorstellte. Ihre avantgardistischen Arbeiten waren für ihn
  d a s Musterbeispiel der Reformschule.\nElla Bergmann und Robert Michel ge
 lten heute als Klassiker der Moderne. Sie erfahren zurzeit eine steil anste
 igende Würdigung: Bereits im letzten Jahr zeigte das namhafte Sprengel-Muse
 um in Hannover ihr Werk in einer großen Schau. Es folgte eine Bauhaus Ausst
 ellung im Frankfurter Museum für Angewandte Kunst mit Arbeiten des Künstler
 paares. Im Januar nächsten Jahres wird das filmische Werk von Ella Bergmann
  im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt mit Sünke Michel als Ehrengast gewürd
 igt. Sie wird zu diesem Anlass auch das Museum Kelkheim besuchen.\nKelkheim
  hat das große Glück auf eine umfangreiche Sammlung Kelkheimer Leihgeber zu
 rückgreifen zu können, die das Künstlerpaar persönlich kannten: Namentlich 
 Alfred Peter Keller, den eine lange Freundschaft mit Ella Bergmann und Robe
 rt Michel verband. Für Ilka Keller war er der „Nenn-Opa“. Beide besuchten d
 as Künstlerpaar regelmäßig auf der Schmelzmühle in Vockenhausen. Und auch D
 r. Hildegard Bonczkowitz lernte den betagten Robert Michel persönlich in se
 inem Atelier kennen.\nDer bekannte Künstler Kurt Schwitters sagt anerkennen
 d über Robert Michel und Frau Ella Bergmann:\n“Sie sind als Künstler sehr b
 edeutend“.\nDoch was macht sie so bedeutend?\nRobert Michel wird 1897 als j
 üngstes von sechs Kindern in Vockenhausen geboren. Aus Begeisterung für das
  Fliegen und die Technik erwirbt er während des Ersten Weltkriegs den Pilot
 enschein und stürzt 1916 19jährig bei einem Übungsflug in Gotha ab. Nach ei
 nem Lazarettaufenthalt in Weimar beginnt er 1917 ein Studium an der „Großhe
 rzoglich Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst“.\nIn der Zeichenklasse 
 von Professor Walther Klemm lernt er die zwei Jahre ältere Ella Bergmann au
 s Paderborn kennen. \nNoch während ihrer Studienzeit werden die „Kunstschul
 e“ und die „Kunstgewerbeschule“ zum Staatliche Bauhaus zusammengeführt. Dam
 als gehören Ella Bergmann und Robert Michel einem Kreis junger innovativer 
 Künstler an, die Walter Gropius als Vorreiter der Moderne sieht.\nElla Berg
 mann und Robert Michel unterstützen zunächst die Ziele des Bauhauses, beson
 ders die Zusammenführung von Architektur, bildender Kunst und Handwerk. Spä
 ter kritisieren sie die Ausbildungsmethoden, die Akademiesierung, die relig
 iöse Überhöhung und die Richtungskämpfe.\nBereits 1920 verlässt das freisch
 affende Künstlerpaar Weimar und zieht mit ihrem Sohn Hans nach Vockenhausen
  auf die Schmelzmühle mit dem geerbten Familienbetrieb „Michel &amp; Morell
  – Schwarzfarben“.\n\nElla Bergmann um 1960, Robert Michel in seinem Atelie
 r auf der Schmelzmühle um 1975\nIhre neue Wohn- und Arbeitsstätte nennt das
  Künstlerpaar selbstbewusst „Heimatmuseum of Modern Art", ein ironischer Ve
 rweis auf das Museum of Modern Art in New York. Hintergrund: Die aus Wiesba
 den stammende Ehefrau des Kurators Channin im New Yorker Museum besucht das
  Künstlerpaar mehrmals auf der Schmelzmühle und kauft ihre Werke für das Mu
 seum an.\nMit dem neuen Wohnort Vockenhausen verlegen Robert Michel und Ell
 a Bergmann ihren Wirkungskreis nach Frankfurt: „Da zogen wir 1920 weg in di
 e Praxis“, erinnert sich Robert Michel.\nSein Interesse gilt dem „sozialen 
 Bauen“ und dem neuen Stadtplanungsprogramm, Das Neue Frankfurt, das zwische
 n 1925 und 1930 unter Stadtbaurat Ernst May durchgeführt wird. Ziel ist, di
 e akute Wohnungsnot zu vermindern.\nDas Neue Frankfurt ist eine gesellschaf
 tliche Reformbewegung, in der Kunst und Technik wie im Bauhaus verknüpft si
 nd. Ella Bergmann und Robert Michel treten 1926 dem Neuen Frankfurt bei.\nE
 in Jahr später gründet Robert Michel ein Architekturbüro in Frankfurt, er e
 ntwirft Läden, Tankstellen, Häuser und ist dabei erfolgreich.\n1928 wiederu
 m gründet er mit Kurt Schwitters die Interessengemeinschaft „ring neuer wer
 begestalter“.\nDie künstlerische Auseinandersetzung mit der Werbung ist neu
 . Ihr Ziel ist, eine allgemein gültige Grundlage für die Präsentation von R
 eklamen und Typografien in Bild und Schrift zu schaffen. Sie legten damit d
 as Fundament zum Studium des Graphikdesigns und der Mediengestaltung.\n\nDi
 e Tankstelle entwirft Robert Michel mit Lucy Hillebrand in 1926/1927\nRober
 t Michel selbst entwirft Leuchtreklamen, Ladenbeschriftungen, Plakate, Stra
 ßenbahnhaltestellen und Werbung an Hauswänden. Sie können dies in den beide
 n Fotographien der DAPOLIN TANKSTELLE, die Robert Michel baute, und der DAP
 OLIN WERBUNG an einer Hauswand sehen. Man ist erstaunt wie modern und zeitl
 os sie sind.\nAuch Ella Bergman arbeitet als Werbegrafikerin. Sie erhält Au
 fträge für Reemtsma, Continental Licht und sogar für Britische Firmen in Lo
 ndon.\n\nElla Bergmann hat ihr eigenes Atelier im Eschenheimer Turm in Fran
 kfurt. Ihre künstlerischen Schwerpunkte sind zu dieser Zeit die Fotographie
  und der Film. Stilistisch wird sie vom sog. „Neuen Sehen“ des Bauhaus Lehr
 ers Laszlo Moholy-Nagy beeinflusst:\nKontraste wie Licht und Schatten, Stru
 kturen und Bewegung werden in der Fotografie und im Film zu ihren auffällig
 sten Gestaltungsmitteln.\n1931 entsteht ihr erster Auftragsfilm für das „Ne
 uen Frankfurt“ unter dem Titel „Wo wohnen alte Leute?“. Gezeigt wird das Id
 eal einer modernen Seniorenresidenz im Grünen – dem Budge Heim in Frankfurt
  - im Kontrast zum damaligen Wohnen im dunklen Altbau, mit steiler Treppe i
 nmitten der lauten Innenstadt.\nEs folgen bis 1933 vier weitere dokumentari
 sche Kurzfilme mit dem Titel:\n„Erwerbslose kochen für Erwerbslose“ (1932),
  „Fliegende Händler in Frankfurt am Main“ (1932) „Fischfang an der Rhön“ (1
 932) und besonders interessant „Wahlkampf 1932 (Letzte Wahl)“ (1932/1933).\
 nAlle Kurzfilme können in dieser Ausstellung auf dem Bildschirm in einer ei
 genen Abteilung gesehen werden.\nEs lohnt sich: Die Filme sind aufklärend, 
 politisch und visionär.\nDie Dokumentation „Wahlkampf 1932 (Letzte Wahl)“ z
 eigt die Geschehnisse rund um die Reichstagswahlen in Frankfurt.\nNoch währ
 end der Dreharbeiten wird die Künstlerin in Gewahrsam genommen, das Materia
 l konfisziert.  1933 gibt sie ihr Frankfurter Atelier auf. Ella Bergmann un
 d Robert Michel erhalten Berufsverbot, ihre Kunst gilt als entartet.\nIn de
 r NS-Zeit widmen sich beide der Fischzucht sowie dem Gewässer- und Natursch
 utz in Vockenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg nehmen sie ihre künstlerisc
 he Arbeit wieder auf und beteiligen sich an nationalen und internationalen 
 Ausstellungen.\nRobert Michel ist fasziniert von Maschinen und der Technik.
 \nEr vergleicht sich als Künstler mit einem Ingenieur.\n\nEs verwundert des
 halb nicht, dass er im Stil des Konstruktivismus arbeitet. Sein bevorzugtes
  Mittel ist die Collage, die es ihm erlaubt Motive aus der Technik zu demon
 tieren, zu analysieren und neu zu erfinden.\nIn seinen Grafiken und Collage
 n konstruiert er Räderwerke, Propeller, Pfeile, Schrauben - so z.B. in der 
 Serie Schlossfunktionen oder Mitteleuropäische Zeit oder Wanderspitzen.\n\n
 V.l.: Wanderspitzen, eine Foco 03 und Wanderspitzen III\nManches steht unte
 r dem Eindruck der Fliegererlebnisse so „eine Foco-03“ oder „Kurs NO 66“ od
 er „Oskar Ursinus“.\nSelbst Organisches wird augenzwinkernd in die Technik 
 übertragen, so „Plankton- Express I“ oder der „Maschinenfisch“.\n\nElla Ber
 gmann dagegen gilt als experimentierfreudige Künstlerin, macht Collagen, Gr
 afiken, Fotos, Filme. Mal sind ihre Arbeiten naturalistisch wie hier das Sc
 hmelzmühlenpferd vor untergehender Sonne, mal surreal.\nIm Taunus vertieft 
 sie ihr Interesse an den Gesetzmäßigkeiten der Natur. Es entstehen Bildcoll
 agen, die sich mit dem Thema Licht auseinandersetzen oder ganz abstrakt fli
 eßende Ringe auf quadratischen Flächen zeigen.\nElla Bergmann und Robert Mi
 chel zählen zu den bedeutenden Künstlern nicht nur in unserer Region, sonde
 rn national und international. Sie brachen zwar mit dem Bauhaus in Weimar, 
 brachten aber zugleich die Ideen des Bauhauses an den Main.\nTrotz ihrer Ab
 geschiedenheit im ländlichen Vockenhausen pflegten sie ein reges Netzwerk z
 u gleichgesinnten Künstlern der Moderne von Max Beckmann bis zu Joseph Beuy
 s.\n\nEinige Weggefährten am Bauhaus können wir ihnen in dieser Ausstellung
  präsentieren: Walther Klemm, der sie als Lehrer an der Kunstakademie zur P
 räzision anleitete. Lyonel Feininger, der mit ihnen an der ersten Ausstellu
 ng des Bauhauses teilnahm, die Bauhaus Gefährten Walter Dexel und Karl Pete
 r Röhl und die Bauhaus-Meister Oskar Schlemmer und Willi Baumeister.“\n\n„I
 ch habe ein Wunder erlebt“, mit diesen Worten begann Dr. Hildegard Bonczkow
 itz ihre Ausführungen zur Sammlung „Ella Bergmann und Robert Michel“. Die W
 orte stammen von Robert Michel, der von Dr. Bonczkowitz operiert worden war
 . Die Hautärztin lernte in 1982 den ihr damals noch nicht bekannten Künstle
 r in der Schmelzmühle kennen, wo dieser aufgrund seines Leidens in einem vö
 llig abgedunkelten Raum lag.\n\nLinks Dr. Hildegard Bonczkowitz, rechts Lan
 drat Michael Cyriax\nErst viel später erfuhr sie vom Schaffen des Robert Mi
 chel und erwarb Bilder von ihm. Die haben sie so beeindruckt, dass sie in i
 hrer Rede davon sprach, dass Robert Michel mit seiner Kunst selber Wunder g
 eschaffen hat und ihm die Kunst das Leben möglich machte.\nIm Namen des Mus
 eumsvereins bedankte sich Vorsitzender Jürgen Moog bei den Gästen, dem Schi
 rmherrn, den Rednern, den Leihgebern, den Kuratorinnen Monika Öchsner und D
 r. Beate Matuschek, der Museumsdesignerin Susanne Michelsky (Ausstellungsde
 sign), bei Autor Thomas Berger und Museumspädagogin Marianne Bopp (Redaktio
 n und Bildbeschreibungen sowie Führungen), der Museumsaufsicht Ursula Claaß
 en, Petra Krause und Ulla Kutzner und bei Dorothee Sommer, die wieder klein
 e Köstlichkeiten gebacken hatte, passend zum anschließend gereichten Apfels
 ekt.\n\nV.l.: Leihgeberin Ilka Keller, Museumsdesignerin Susanne Michelsky,
  Autor Thomas Berger, Kulturreferentin Dr. Beate Matuschek, Museumspädagogi
 n Marianne Bopp und Dorothee Sommer vom Museumsverein \n\nV.l.: Dr. Hildega
 rd Bonczkowitz, Walter Hertel, Ilka Keller, Frau Gall, Berthold Gall\nDie z
 weite Vorsitzende und Schatzmeisterin Edelgard Kleemann und die zweite Vors
 itzende Andrea Hillebrecht-Schulte überreichten Rosen und unterstützten ans
 chießend die Museumsdamen beim Sektausschank.\n\nV.l.: Edelgard Kleemann un
 d Petra Krause\nJürgen Moog lud zum Bildvortrag von Thomas Berger zum Bauha
 us-Jubiläum am 30.10.2019, 19:00 Uhr in den Plenarsaal ein, weil das derzei
 tige Museum den zu erwartenden Besucherandrang nicht aufnehmen kann und dur
 ch die Leinwand die Stellwände nicht einsehbar ist. Es wird Zeit, dass der 
 Startschuss für das Neue Museum gegeben wird.\nDie Führungen durch die Sond
 erausstellung im Museum mit Marianne Bopp finden am 1., 10., 16. und 22.11.
 2019 statt.\nMit der Finissage am 01.12.2019, 16:00 Uhr bei der Alfred Pete
 r Keller vom Leben des mit ihm befreundeten Künstlerpaares unter dem Motto 
 „Auf ein Wort … mit Ella Bergmann und Robert Michel im „Heimatmuseum of Mod
 ern Art“ berichtet, endet die Sonderausstellung.\n\nV.l.: Edelgard Kleemann
 , Dorothee Sommer und Petra Krause\nNach einem weiteren Duo von Mozart der 
 beiden Damen des Kelkheimer Kammerorchesters schlossen sich viele Gespräche
  bei Apfelsekt und den wohlschmeckenden Köstlichkeiten an und natürlich auc
 h die Möglichkeit die Bilder und Filme anzusehen.\nText: Dr. Beate Matusche
 k und Jürgen Moog\nFotos: Andrea Hillebrecht-Schulte und Jürgen Moog\n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #993366
 ;"><strong>Ausstellungseröffnung</strong> <strong>»ELLA BERGMANN – ROBERT M
 ICHEL«</strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-
 size: 14pt; color: #993366;"><strong>Avantgardisten im Taunus</strong></spa
 n></p><p>Seit fast 10 zehn Jahren präsentiert die Stadt Kelkheim in ihrem M
 useum immer wieder Sonderausstellungen, in denen verschiedene Kunstströmung
 en vorgestellt werden:</p><ul><li>den EXPRESSIONISMUS (Heinz Kreuz, 2010)</
 li><li>die ROMANTIK (Rheinromantik, 2012)</li><li>den REALISMUS (Käthe Koll
 witz, 2013)</li><li>die KAROLINGER (2015)</li><li>den SURREALISMUS (Dali/Ch
 agall 2017/2018) und</li><li>die deutsche RENAISSANCE (Albrecht Dürer, 2019
 ).</li></ul><p>In dieser Tradition steht die Sonderausstellung „ELLA BERGMA
 NN – ROBERT MICHEL“, die von Bürgermeister Albrecht Kündiger am 23.10.2019 
 im Museum Kelkheim eröffnet wurde. Sie wird dort bis zum 01.12.2019 freitag
 s, samstags und sonntags zu sehen sein.</p><p><img src="https://museum-kelk
 heim.de/images/EröffnungSonderausstellungBergmannMichel_23.10.2019_1.jpg" a
 lt="EröffnungSonderausstellungBergmannMichel 23.10.2019 1" /></p><p>Eingele
 itet wurde die Vernissage mit einem <strong>Duo von Mozart, </strong>mit de
 m<strong> Alexandra Baldus (Violine) und Simone Weimar (Viola) </strong>auf
  die Eröffnung der Ausstellung einstimmten<strong>.</strong></p><p><img src
 ="https://museum-kelkheim.de/images/EröffnungSonderausstellungBergmannMiche
 l_23.10.2019_2.jpg" alt="EröffnungSonderausstellungBergmannMichel 23.10.201
 9 2" /></p><p><strong>Bürgermeister Kündiger begrüßte</strong>&nbsp;die zah
 lreichen Kunstinteressierten, darunter Landrat Michael Cyriax, der die Schi
 rmherrschaft übernommen hat, den Stadtverordnetenvorsteher Wolf-Dieter Hasl
 er und die Leihgeber Dr. Hildegard Bonczkowitz, Ilka Keller (Tochter des Ha
 uptleihgebers Alfred Peter Keller, der leider verhindert war), Berthold Gal
 l und Walter Hertel. Angesichts der Enge im derzeitigen Museum, in dem die 
 Besucher kaum zwischen den Stellwänden durchkamen, geschweige denn Sichtkon
 takt zu ihm hatten, gestand der Bürgermeister ein, dass er sich die Ausstel
 lung auch in einem größeren Raum (Saal) in der Feldbergstraße vorstellen kö
 nnte.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/EröffnungSonderauss
 tellungBergmannMichel_23.10.2019_3.jpg" alt="EröffnungSonderausstellungBerg
 mannMichel 23.10.2019 3" /></p><p><strong>Dr. Beate Matuschek führte mit vi
 el Hintergrundwissen in die Ausstellung ein. Ihre wunderbaren Ausführungen 
 wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:</strong></p><p>„Im April dieses Jahres
  wurde zum 100. JUBILÄUM des BAUHAUSES in WEIMAR das neue <strong>Bauhaus-M
 useum</strong> eröffnet. Seitdem feiert man das Bauhaus in Zeitungen, Büche
 rn und sogar im Fernsehen mit einer sechsteiligen Serie. Zurecht, denn die 
 Reformbewegung, die vom Bauhaus ausging, setzte weltweit Maßstäbe und gab I
 mpulse, die bis heute in unserem täglichen Leben nachwirken.</p><p>Mit unse
 rer Ausstellung wollen auch wir an das Bauhaus erinnern, genauer an die Erö
 ffnung, in der Walter Gropius, der Leiter des Staatlichen Bauhauses, im Apr
 il 1919 Arbeiten von Ella Bergmann und Robert Michel neben heutigen Kunstgr
 ößen wie Lyonel Feiniger vorstellte. Ihre avantgardistischen Arbeiten waren
  für ihn d a s Musterbeispiel der Reformschule.</p><p>Ella Bergmann und Rob
 ert Michel gelten heute als Klassiker der Moderne. Sie erfahren zurzeit ein
 e steil ansteigende Würdigung: Bereits im letzten Jahr zeigte das namhafte 
 Sprengel-Museum in Hannover ihr Werk in einer großen Schau. Es folgte eine 
 Bauhaus Ausstellung im Frankfurter Museum für Angewandte Kunst mit Arbeiten
  des Künstlerpaares. Im Januar nächsten Jahres wird das filmische Werk von 
 Ella Bergmann im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt mit Sünke Michel als Ehr
 engast gewürdigt. Sie wird zu diesem Anlass auch das Museum Kelkheim besuch
 en.</p><p>Kelkheim hat das große Glück auf eine umfangreiche Sammlung Kelkh
 eimer <strong>Leihgeber </strong>zurückgreifen zu können, die das Künstlerp
 aar persönlich kannten: Namentlich Alfred Peter Keller, den eine lange Freu
 ndschaft mit Ella Bergmann und Robert Michel verband. Für Ilka Keller war e
 r der „Nenn-Opa“. Beide besuchten das Künstlerpaar regelmäßig auf der Schme
 lzmühle in Vockenhausen. Und auch Dr. Hildegard Bonczkowitz lernte den beta
 gten Robert Michel persönlich in seinem Atelier kennen.</p><p>Der bekannte 
 Künstler Kurt Schwitters sagt anerkennend über Robert Michel und Frau Ella 
 Bergmann:</p><p>“Sie sind als Künstler sehr bedeutend“.</p><p><strong>Doch 
 was macht sie so bedeutend?</strong></p><p>Robert Michel wird 1897 als jüng
 stes von sechs Kindern in Vockenhausen geboren. Aus Begeisterung für das Fl
 iegen und die Technik erwirbt er während des Ersten Weltkriegs den Pilotens
 chein und stürzt 1916 19jährig bei einem Übungsflug in Gotha ab.&nbsp;Nach 
 einem Lazarettaufenthalt in Weimar beginnt er 1917 ein Studium an der „Groß
 herzoglich Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst“.</p><p>In der Zeichen
 klasse von Professor Walther Klemm lernt er die zwei Jahre ältere Ella Berg
 mann aus Paderborn kennen.&nbsp;</p><p>Noch während ihrer Studienzeit werde
 n die „Kunstschule“ und die „Kunstgewerbeschule“ zum <strong>Staatliche Bau
 haus</strong> zusammengeführt.&nbsp;Damals gehören Ella Bergmann und Robert
  Michel einem Kreis junger innovativer Künstler an, die Walter Gropius als 
 Vorreiter der Moderne sieht.</p><p>Ella Bergmann und Robert Michel <strong>
 unterstützen</strong> zunächst die Ziele des Bauhauses, besonders die Zusam
 menführung von Architektur, bildender Kunst und Handwerk.&nbsp;Später kriti
 sieren sie die Ausbildungsmethoden, die Akademiesierung, die religiöse Über
 höhung und die Richtungskämpfe.</p><p>Bereits 1920 verlässt das freischaffe
 nde Künstlerpaar Weimar und zieht mit ihrem Sohn Hans nach Vockenhausen auf
  die Schmelzmühle mit dem geerbten Familienbetrieb „Michel &amp; Morell – S
 chwarzfarben“.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/EröffnungS
 onderausstellungBergmannMichel_23.10.2019_12.JPG" alt="EröffnungSonderausst
 ellungBergmannMichel 23.10.2019 12" /></p><p><em>Ella Bergmann um 1960, Rob
 ert Michel in seinem Atelier auf der Schmelzmühle um 1975</em></p><p>Ihre n
 eue Wohn- und Arbeitsstätte nennt das Künstlerpaar selbstbewusst <strong>„H
 eimatmuseum of Modern Art", </strong>ein ironischer Verweis auf das <em>Mus
 eum of Modern Art in New York</em>. Hintergrund: Die aus Wiesbaden stammend
 e Ehefrau des Kurators Channin im New Yorker Museum besucht das Künstlerpaa
 r mehrmals auf der Schmelzmühle und kauft ihre Werke für das <em>Museum </e
 m>an.</p><p>Mit dem neuen Wohnort Vockenhausen verlegen Robert Michel und E
 lla Bergmann ihren Wirkungskreis nach Frankfurt:&nbsp;„Da zogen wir 1920 we
 g in die Praxis“, erinnert sich Robert Michel.</p><p>Sein Interesse gilt de
 m „sozialen Bauen“ und dem neuen Stadtplanungsprogramm, <strong>Das</strong
 ><strong> Neue Frankfurt</strong>, das zwischen 1925 und 1930 unter Stadtba
 urat <strong>Ernst May</strong> durchgeführt wird.&nbsp;Ziel ist, die akute
  Wohnungsnot zu vermindern.</p><p><strong>Das</strong> <strong>Neue Frankfu
 rt</strong> ist eine gesellschaftliche Reformbewegung, in der Kunst und Tec
 hnik wie im Bauhaus verknüpft sind.&nbsp;Ella Bergmann und Robert Michel tr
 eten 1926 dem <strong>Neuen Frankfurt</strong> bei.</p><p>Ein Jahr später g
 ründet Robert Michel ein Architekturbüro in Frankfurt, er entwirft Läden, T
 ankstellen, Häuser und ist dabei erfolgreich.</p><p>1928 wiederum gründet e
 r mit Kurt Schwitters die <strong>Interessengemeinschaft „ring neuer werbeg
 estalter“</strong>.</p><p>Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Werb
 ung ist neu. Ihr Ziel ist, eine allgemein gültige Grundlage für die Präsent
 ation von Reklamen und Typografien in Bild und Schrift zu schaffen. Sie leg
 ten damit das Fundament zum Studium des Graphikdesigns und der Mediengestal
 tung.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/RobertMichelLucyHil
 lebrand1926-27.JPG" alt="RobertMichelLucyHillebrand1926 27" /></p><p><em>Di
 e Tankstelle entwirft Robert Michel mit Lucy Hillebrand in 1926/1927</em></
 p><p>Robert Michel <strong>selbst</strong> entwirft Leuchtreklamen, Ladenbe
 schriftungen, Plakate, Straßenbahnhaltestellen und Werbung an Hauswänden. S
 ie können dies in den beiden Fotographien der DAPOLIN TANKSTELLE, die Rober
 t Michel baute, und der DAPOLIN WERBUNG an einer Hauswand sehen. Man ist er
 staunt wie modern und zeitlos sie sind.</p><p><strong>Auch Ella Bergman</st
 rong> arbeitet als Werbegrafikerin. Sie erhält Aufträge für Reemtsma, Conti
 nental Licht und sogar für Britische Firmen in London.</p><p><img src="http
 s://museum-kelkheim.de/images/EröffnungSonderausstellungBergmannMichel_23.1
 0.2019_13.JPG" alt="EröffnungSonderausstellungBergmannMichel 23.10.2019 13"
  /></p><p><strong>Ella Bergmann</strong> hat ihr <strong>eigenes</strong> A
 telier im Eschenheimer Turm in Frankfurt. Ihre künstlerischen Schwerpunkte 
 sind zu dieser Zeit die Fotographie und der Film. Stilistisch wird sie vom 
 sog. „Neuen Sehen“ des Bauhaus Lehrers Laszlo Moholy-Nagy beeinflusst:</p><
 p>Kontraste wie Licht und Schatten, Strukturen und Bewegung werden in der F
 otografie und im Film zu ihren auffälligsten Gestaltungsmitteln.</p><p>1931
  entsteht ihr erster Auftragsfilm für das „Neuen Frankfurt“ unter dem Titel
  „Wo wohnen alte Leute?“. Gezeigt wird das Ideal einer modernen Seniorenres
 idenz im Grünen – dem Budge Heim in Frankfurt - im Kontrast zum damaligen W
 ohnen im dunklen Altbau, mit steiler Treppe inmitten der lauten Innenstadt.
 </p><p>Es folgen bis 1933 vier weitere dokumentarische Kurzfilme mit dem Ti
 tel:</p><p>„Erwerbslose kochen für Erwerbslose“ (1932), „Fliegende Händler 
 in Frankfurt am Main“ (1932) „Fischfang an der Rhön“ (1932) und besonders i
 nteressant „Wahlkampf 1932 (Letzte Wahl)“ (1932/1933).</p><p>Alle Kurzfilme
  können in dieser Ausstellung auf dem Bildschirm in einer eigenen Abteilung
  gesehen werden.</p><p>Es lohnt sich: Die Filme sind aufklärend, politisch 
 und visionär.</p><p>Die Dokumentation „Wahlkampf 1932 (Letzte Wahl)“ zeigt 
 die Geschehnisse rund um die Reichstagswahlen in Frankfurt.</p><p>Noch währ
 end der Dreharbeiten wird die Künstlerin in Gewahrsam genommen, das Materia
 l konfisziert. &nbsp;1933 gibt sie ihr Frankfurter Atelier auf. Ella Bergma
 nn und Robert Michel erhalten Berufsverbot, ihre Kunst gilt als entartet.</
 p><p>In der NS-Zeit widmen sich beide der Fischzucht sowie dem Gewässer- un
 d Naturschutz in Vockenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg nehmen sie ihre k
 ünstlerische Arbeit wieder auf und beteiligen sich an nationalen und intern
 ationalen Ausstellungen.</p><p><strong>Robert Michel ist fasziniert von Mas
 chinen und der Technik</strong>.</p><p>Er vergleicht sich als Künstler mit 
 einem Ingenieur.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Eröffnun
 gSonderausstellungBergmannMichel_23.10.2019_14.jpg" alt="EröffnungSonderaus
 stellungBergmannMichel 23.10.2019 14" /></p><p>Es verwundert deshalb nicht,
  dass er im Stil des Konstruktivismus arbeitet. Sein bevorzugtes Mittel ist
  die Collage, die es ihm erlaubt Motive aus der Technik zu demontieren, zu 
 analysieren und neu zu erfinden.</p><p>In seinen Grafiken und Collagen kons
 truiert er Räderwerke, Propeller, Pfeile, Schrauben - so z.B. in der Serie 
 <em>Schlossfunktionen oder Mitteleuropäische Zeit oder Wanderspitzen</em>.<
 /p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/EröffnungSonderausstellun
 gBergmannMichel_23.10.2019_16.jpg" alt="EröffnungSonderausstellungBergmannM
 ichel 23.10.2019 16" /></p><p><em>V.l.: Wanderspitzen, eine Foco 03 und Wan
 derspitzen III</em></p><p>Manches steht unter dem Eindruck der Fliegererleb
 nisse so <em>„eine Foco-03“</em> oder „<em>Kurs NO 66“</em> oder <em>„Oskar
  Ursinus“.</em></p><p>Selbst Organisches wird augenzwinkernd in die Technik
  übertragen, so „Plankton- Express I“ oder der „Maschinenfisch“.</p><p><img
  src="https://museum-kelkheim.de/images/EröffnungSonderausstellungBergmannM
 ichel_23.10.2019_17.jpg" alt="EröffnungSonderausstellungBergmannMichel 23.1
 0.2019 17" /></p><p>Ella Bergmann dagegen gilt als experimentierfreudige Kü
 nstlerin, macht Collagen, Grafiken, Fotos, Filme. Mal sind ihre Arbeiten na
 turalistisch wie hier das <em>Schmelzmühlenpferd</em> vor untergehender Son
 ne, mal surreal.</p><p>Im Taunus vertieft sie ihr Interesse an den Gesetzmä
 ßigkeiten der Natur.&nbsp;Es entstehen Bildcollagen, die sich mit dem <em>T
 hema Licht</em> auseinandersetzen oder ganz abstrakt fließende Ringe auf qu
 adratischen Flächen zeigen.</p><p>Ella Bergmann und Robert Michel zählen zu
  den bedeutenden Künstlern nicht nur in unserer Region, sondern national un
 d international. Sie brachen zwar mit dem Bauhaus in Weimar, brachten aber 
 zugleich die Ideen des Bauhauses an den Main.</p><p>Trotz ihrer Abgeschiede
 nheit im ländlichen Vockenhausen pflegten sie ein reges Netzwerk zu gleichg
 esinnten Künstlern der Moderne von Max Beckmann bis zu Joseph Beuys.</p><p>
 <img src="https://museum-kelkheim.de/images/EröffnungSonderausstellungBergm
 annMichel_23.10.2019_4.jpg" alt="EröffnungSonderausstellungBergmannMichel 2
 3.10.2019 4" /></p><p>Einige Weggefährten am Bauhaus können wir ihnen in di
 eser Ausstellung präsentieren: Walther Klemm, der sie als Lehrer an der Kun
 stakademie zur Präzision anleitete. Lyonel Feininger, der mit ihnen an der 
 ersten Ausstellung des Bauhauses teilnahm, die Bauhaus Gefährten Walter Dex
 el und Karl Peter Röhl und die Bauhaus-Meister Oskar Schlemmer und Willi Ba
 umeister.“</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/EröffnungSonde
 rausstellungBergmannMichel_23.10.2019_10.JPG" alt="EröffnungSonderausstellu
 ngBergmannMichel 23.10.2019 10" /></p><p><strong>„Ich habe ein Wunder erleb
 t“, </strong>mit diesen Worten begann Dr. Hildegard Bonczkowitz ihre Ausfüh
 rungen zur Sammlung „Ella Bergmann und Robert Michel“. Die Worte stammen vo
 n Robert Michel, der von Dr. Bonczkowitz operiert worden war. Die Hautärzti
 n lernte in 1982 den ihr damals noch nicht bekannten Künstler in der Schmel
 zmühle kennen, wo dieser aufgrund seines Leidens in einem völlig abgedunkel
 ten Raum lag.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/EröffnungSo
 nderausstellungBergmannMichel_23.10.2019_6.jpg" alt="EröffnungSonderausstel
 lungBergmannMichel 23.10.2019 6" /></p><p><em>Links Dr. Hildegard Bonczkowi
 tz, rechts Landrat Michael Cyriax</em></p><p>Erst viel später erfuhr sie vo
 m Schaffen des Robert Michel und erwarb Bilder von ihm. Die haben sie so be
 eindruckt, dass sie in ihrer Rede davon sprach, dass Robert Michel mit sein
 er Kunst selber Wunder geschaffen hat und ihm die Kunst das Leben möglich m
 achte.</p><p><strong>Im Namen des Museumsvereins bedankte sich Vorsitzender
  Jürgen Moog</strong> bei den Gästen, dem Schirmherrn, den Rednern, den Lei
 hgebern, den Kuratorinnen Monika Öchsner und Dr. Beate Matuschek, der Museu
 msdesignerin Susanne Michelsky (Ausstellungsdesign), bei Autor Thomas Berge
 r und Museumspädagogin Marianne Bopp (Redaktion und Bildbeschreibungen sowi
 e Führungen), der Museumsaufsicht Ursula Claaßen, Petra Krause und Ulla Kut
 zner und bei Dorothee Sommer, die wieder kleine Köstlichkeiten gebacken hat
 te, passend zum anschließend gereichten Apfelsekt.</p><p><img src="https://
 museum-kelkheim.de/images/EröffnungSonderausstellungBergmannMichel_23.10.20
 19_11.JPG" alt="EröffnungSonderausstellungBergmannMichel 23.10.2019 11" /><
 /p><p><em>V.l.: Leihgeberin Ilka Keller, Museumsdesignerin Susanne Michelsk
 y, Autor Thomas Berger, Kulturreferentin Dr. Beate Matuschek, Museumspädago
 gin Marianne Bopp und Dorothee Sommer vom Museumsverein&nbsp;</em></p><p><i
 mg src="https://museum-kelkheim.de/images/EröffnungSonderausstellungBergman
 nMichel_23.10.2019_7.jpg" alt="EröffnungSonderausstellungBergmannMichel 23.
 10.2019 7" /></p><p><em>V.l.: Dr. Hildegard Bonczkowitz, Walter Hertel, Ilk
 a Keller, Frau Gall, Berthold Gall</em></p><p>Die zweite Vorsitzende und Sc
 hatzmeisterin Edelgard Kleemann und die zweite Vorsitzende Andrea Hillebrec
 ht-Schulte überreichten Rosen und unterstützten anschießend die Museumsdame
 n beim Sektausschank.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Erö
 ffnungSonderausstellungBergmannMichel_23.10.2019_9.jpg" alt="EröffnungSonde
 rausstellungBergmannMichel 23.10.2019 9" /></p><p><em>V.l.: Edelgard Kleema
 nn und Petra Krause</em></p><p>Jürgen Moog lud zum <strong>Bildvortrag von 
 Thomas Berger zum Bauhaus-Jubiläum am 30.10.2019, 19:00 Uhr in den Plenarsa
 al</strong> ein, weil das derzeitige Museum den zu erwartenden Besucherandr
 ang nicht aufnehmen kann und durch die Leinwand die Stellwände nicht einseh
 bar ist. Es wird Zeit, dass der Startschuss für das Neue Museum gegeben wir
 d.</p><p>Die <strong>Führungen durch die Sonderausstellung</strong> im Muse
 um mit Marianne Bopp finden am 1., 10., 16. und 22.11.2019 statt.</p><p>Mit
  der <strong>Finissage am 01.12.2019, 16:00 Uhr </strong>bei der <strong>Al
 fred Peter Keller</strong> vom Leben des mit ihm befreundeten Künstlerpaare
 s unter dem Motto <strong>„Auf ein Wort … mit Ella Bergmann und Robert Mich
 el im „Heimatmuseum of Modern Art“ </strong>berichtet, endet die Sonderauss
 tellung.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/EröffnungSondera
 usstellungBergmannMichel_23.10.2019_8.jpg" alt="EröffnungSonderausstellungB
 ergmannMichel 23.10.2019 8" /></p><p><em>V.l.: Edelgard Kleemann, Dorothee 
 Sommer und Petra Krause</em></p><p>Nach einem weiteren <strong>Duo von Moza
 rt der beiden Damen des Kelkheimer Kammerorchesters </strong>schlossen sich
  viele Gespräche bei Apfelsekt und den wohlschmeckenden Köstlichkeiten an u
 nd natürlich auch die Möglichkeit die Bilder und Filme anzusehen.</p><p>Tex
 t: Dr. Beate Matuschek und Jürgen Moog</p><p>Fotos: Andrea Hillebrecht-Schu
 lte und Jürgen Moog</p>
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