BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//jEvents 2.0 for Joomla//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20171122T190000
RDATE:20180325T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20181028T020000
RDATE:20190331T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20191027T020000
RDATE:20200329T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20201025T020000
RDATE:20210328T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20211031T020000
RDATE:20220327T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20221030T020000
RDATE:20230326T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20231029T020000
RDATE:20240331T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20241027T020000
RDATE:20250330T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20251026T020000
RDATE:20260329T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20261025T020000
RDATE:20270328T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20271031T020000
RDATE:20280326T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20281029T020000
RDATE:20290325T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20291028T020000
RDATE:20300331T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20301027T020000
RDATE:20310330T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20311026T020000
RDATE:20320328T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:Europe/Berlin CET
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20180325T030000
RDATE:20181028T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20190331T030000
RDATE:20191027T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20200329T030000
RDATE:20201025T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20210328T030000
RDATE:20211031T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20220327T030000
RDATE:20221030T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20230326T030000
RDATE:20231029T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20240331T030000
RDATE:20241027T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20250330T030000
RDATE:20251026T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20260329T030000
RDATE:20261025T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20270328T030000
RDATE:20271031T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20280326T030000
RDATE:20281029T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20290325T030000
RDATE:20291028T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20300331T030000
RDATE:20301027T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:20310330T030000
RDATE:20311026T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:Europe/Berlin CEST
END:DAYLIGHT
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
UID:0ad95db535e664df06023ca7d19c660a
CATEGORIES:Termine
CREATED:20181023T085309
SUMMARY:30  Jahre Krieg: Ereignisse und Spuren in Kelkheim und Umgebung (1618 – 1648)
DESCRIPTION:<p align="center"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Auf vielfache Nach
 frage bot das Museum Kelkheim eine Wiederholung des folgenden Vortrages an:
 </strong></span></p><p align="center"><span style="font-size: 36pt; color: 
 #ff0000;"><strong>30 Jahre Krieg</strong></span></p><p align="center"><span
  style="font-size: 18pt;"><strong>1618 – 1648: </strong></span></p><p align
 ="center"><span style="font-size: 14pt;"><strong>Ereignisse und Spuren in K
 elkheim&nbsp;und seiner Umgebung</strong></span></p><p align="center"><span
  style="font-size: 14pt;"><strong>Gerhard Schmidt (Fischbach)</strong></spa
 n></p><p align="center"><span style="font-size: 14pt;"><strong>Moderation: 
 Rüdiger Kraatz</strong></span></p><p>Anlässlich des Gedenkens an den 400 Ja
 hre zurückliegenden Beginn des 30-jährigen Krieges (1618) hielt der Fischba
 cher Kulturwissenschaftler und angehende Historiker Gerhard Schmidt am 23. 
 November im Museum Kelkheim zum zweiten Mal seinen Vortrag über die Ereigni
 sse und Spuren jener Jahre im heutigen Kelkheimer Stadtgebiet und in seiner
  Umgebung.</p><p><img src="images/VortragG.Schmidt30JahreKrieg_1JPG.JPG" al
 t="VortragG.Schmidt30JahreKrieg 1JPG" /></p><p>Zur Einleitung gab Rüdiger K
 raatz einen kurzen Überblick über die allgemeinen historischen, kulturellen
  und politischen Entwicklungen, die diesem Krieg vorausgingen und ihn erst 
 möglich machten (kleine Eiszeit, Pestepidemien, Hexenverfolgungen, Reformat
 ion und Gegenreformation u.a.m.).</p><p><img src="images/VortragG.Schmidt30
 JahreKrieg_5JPG.JPG" alt="VortragG.Schmidt30JahreKrieg 5JPG" /></p><p><em>H
 err Kraatz nutzte dabei auch die Zeitstufen im Treppenhaus des Museums, die
  von der Vorgeschichte über den 30jährigen Krieg bis in unsere Zeit führen.
 &nbsp;</em></p><p>Er arbeitete heraus, dass Kriege immer die Folge bestimmt
 er Spannungsverhältnisse und Krisen sind und von Machtpolitikern angezettel
 t werden, die sich Vorteile versprechen, Dabei bedienen sie sich politische
 r Ideologien, um ihre oft aggressive Politik zu rechtfertigen. In solchen N
 otzeiten beruft man sich gerne auf pessimistische Weltanschauungen, was die
  menschliche Natur betrifft, so als sei der Mensch seit jeher auf Kampf und
  Aggression eingestellt (Machiavelli, Hobbes). &nbsp;&nbsp;</p><p><img src=
 "images/VortragG.Schmidt30JahreKrieg_3JPG.JPG" alt="VortragG.Schmidt30Jahre
 Krieg 3JPG" /></p><p>Nach dieser Vorbereitung begann Gerhard Schmidt seinen
  Vortrag mit einer Vorbemerkung zur Problematik der Quellen, auf die der Hi
 storiker bei der Erkundung eines solchen Themas angewiesen ist: Augenzeugen
 berichte sind selten und subjektiv, Bilder oft von propagandistischen Ziele
 n beeinflusst und „Statistiken“ im heutigen Sinne gab es nicht. Alle uns au
 s der damaligen Zeit vorliegenden Zahlen, z.B. zur Bevölkerungsentwicklung 
 und zur Sterblichkeit, sind nach unterschiedlichen Kriterien erstellt und v
 or allem mit großer Vorsicht zu betrachten..</p><p><img src="images/1Vortra
 g_Gerhard_Schmidt.jpg" alt="1Vortrag Gerhard Schmidt" /></p><p>Dass es sich
  damals um einen „Krieg aus Kriegen“ handelte, verdeutlichte er am Beispiel
  der Eppsteiner Burg, die in den verschiedenen Kriegsphasen insgesamt sechs
  Mal von unterschiedlichen Akteuren und Koalitionen belagert und erobert wu
 rde – mit oft drastischen Auswirkungen für jene nahegelegenen &nbsp;Dörfer,
  die heute die Stadt Kelkheim bilden.</p><p></p><p>Eine Darstellung zur hoh
 en Mobilität der Beteiligten (egal, ob als Soldaten oder Flüchtlinge), welc
 he die Ermittlung kompletter Lebensläufe erschwert, schloss die methodische
  Einführung ab.</p><p><img src="images/VortragG.Schmidt14.09.2018_6.JPG" al
 t="VortragG.Schmidt14.09.2018 6" /></p><p>Die eigentliche Darstellung zum G
 eschehen in unserer Gegend begann G. Schmidt mit der Schlacht bei Höchst im
  Jahre 1622, wo evangelische Braunschweiger Truppen auf katholische Liga-Tr
 uppen trafen.</p><p><img src="images/VortragG.Schmidt14.09.2018_5.JPG" alt=
 "VortragG.Schmidt14.09.2018 5" /></p><p>Erstgenannte hatten sich kurz zuvor
  vor im heutigen Kelkheimer Stadtteil Münster einquartiert und dort erhebli
 che Schäden und auch Tote hinterlassen, was sich aufgrund der erhaltenen Ki
 rchenrechnungen detailliert nachzeichnen lässt.</p><p><img src="images/Müns
 terVortrag_Gerhard_Schmidt.jpg" alt="MünsterVortrag Gerhard Schmidt" /></p>
 <p>Es folgten Ausführungen zur sog. „Schwedenzeit“: Von 1631 bis 1636 war M
 ainz von schwedischen Truppen besetzt, mit harten Konsequenzen für die dama
 ls zu Kurmainz gehörigen heutigen Kelkheimer Stadtteile. Plünderungen, in d
 eren Folge Hungersnöte sowie Seuchen suchten in dieser Zeit unsere Gegend h
 eim.</p><p><img src="images/VortragG.Schmidt30JahreKrieg_4JPG.JPG" alt="Vor
 tragG.Schmidt30JahreKrieg 4JPG" /></p><p>G.&nbsp;Schmidt betrachtete im Fol
 genden drei kriegstypische Lebensläufe bzw. Lebensabschnitte von damaligen 
 Einwohnern unserer Gegend. Er begann mit Christoph Blum aus Massenheim, ein
 em ev. Pfarrerssohn, der als „Kriegsunternehmer“ und Kompaniechef mit seine
 r Truppe in wechselnden Diensten kämpfte und durch Taufsteinstiftungen in u
 nserem Landkreis (Massenheim und Eddersheim) im öffentlichen Gedächtnis bli
 eb.</p><p><img src="images/LebenslaufBlumVortrag_Gerhard_Schmidt.jpg" alt="
 LebenslaufBlumVortrag Gerhard Schmidt" /></p><p>Es folgte die - unter den a
 nfangs genannten Einschränkungen der damaligen Statistik zu betrachtende - 
 Darstellung des „Großen Sterbens“, des durch den 30-jährigen Krieg und sein
 e Folgen – Hunger und Pest – verursachten massiven Bevölkerungsrückganges i
 n den Dörfern, die heute Kelkheim bilden. Manche, wie Münster, wurden immer
  wieder heimgesucht und verloren drei Viertel, andere wie Fischbach „nur“ e
 in Drittel der Bevölkerung, Ruppertshain hatte noch einen einzigen Überlebe
 nden.</p><p><img src="images/berlebendeMünsterVortrag_Gerhard_Schmidt.jpg" 
 alt="berlebendeMünsterVortrag Gerhard Schmidt" /></p><p>Zum Schluss des Vor
 trages hin richtete G. Schmidt den Blick noch auf den Friedensschluss 1648,
  dem allerdings noch die verheerende Pest von 1666 und einzelne weitere Hei
 msuchungen durch Kriegszüge im verbleibenden 17. Jahrhundert folgten.</p><p
 ><img src="images/EndlichFriedenVortrag_Gerhard_Schmidt.jpg" alt="EndlichFr
 iedenVortrag Gerhard Schmidt" /></p><p>Als „Nachklänge“ beschrieb er zuletz
 t die bis heute feststellbaren Spuren des beschriebenen Geschehens in Kelkh
 eim und Umgebung. Ein versöhnlicher Blick auf die - nach mündlicher Traditi
 on – 1648 gepflanzte „Friedenslinde“ am Gimbacher Hof beendete den mit viel
 em Applaus belohnten Vortrag.</p><p>Anschließend führte Rüdiger Kraatz sein
 e Überlegungen über Krieg und Frieden weiter. Warum waren (und sind) Politi
 ker oft unfähig, Kriege zu verhindern oder rechtzeitig zu beenden? Warum fa
 llen Friedensschlüsse, die dauerhaften Frieden sichern, so schwer?</p><p>Al
 ternativen für eine friedenssichernde, ausgleichende Politik gibt es in der
  Geschichte viele und ebenso politische Theorien oder menschliches Verhalte
 n, die dem oben angesprochenen pessimistischen Weltbild widersprechen (Asho
 ka, Immanuel Kant, Nelson Mandela, um nur einige zu nennen).</p><p>In einer
  lebhaften Diskussion standen sich diese beiden Ansichten kontrovers gegenü
 ber. Unterschiedlicher Meinung waren die Diskutanten u.a. über die Natur de
 s Menschen, insbesondere, was die Friedensfähigkeit betrifft. In unserer Ze
 it der weltweiten und nationalen Konflikte fällt es vielen Betrachtern schw
 er, an eine Friedfertigkeit der Menschen zu glauben. Die meisten Massenmedi
 en tun ihr Übriges, ein eher negatives Bild zu vermitteln. Rüdiger Kraatz a
 rgumentierte gegen ein pessimistisches Menschenbild und wies auf die Gefahr
 en hin, die von modernen Machtpolitikern wie Donald Trump ausgehen. Wer den
  aktuell öffentlichkeitswirksam vertretenen nationalen Egoismen das Wort re
 de, müsse wissen, dass man damit ggf. unendliches Leid und gewaltige Zerstö
 rungen in Kauf nimmt. &nbsp;</p><p>Text: Gerhard Schmidt und Rüdiger Kraatz
 </p><p>Folien: Gerhard Schmidt</p><p>Fotos: Jürgen Moog</p>
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p align="center"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Auf vielfache Nach
 frage bot das Museum Kelkheim eine Wiederholung des folgenden Vortrages an:
 </strong></span></p><p align="center"><span style="font-size: 36pt; color: 
 #ff0000;"><strong>30 Jahre Krieg</strong></span></p><p align="center"><span
  style="font-size: 18pt;"><strong>1618 – 1648: </strong></span></p><p align
 ="center"><span style="font-size: 14pt;"><strong>Ereignisse und Spuren in K
 elkheim&nbsp;und seiner Umgebung</strong></span></p><p align="center"><span
  style="font-size: 14pt;"><strong>Gerhard Schmidt (Fischbach)</strong></spa
 n></p><p align="center"><span style="font-size: 14pt;"><strong>Moderation: 
 Rüdiger Kraatz</strong></span></p><p>Anlässlich des Gedenkens an den 400 Ja
 hre zurückliegenden Beginn des 30-jährigen Krieges (1618) hielt der Fischba
 cher Kulturwissenschaftler und angehende Historiker Gerhard Schmidt am 23. 
 November im Museum Kelkheim zum zweiten Mal seinen Vortrag über die Ereigni
 sse und Spuren jener Jahre im heutigen Kelkheimer Stadtgebiet und in seiner
  Umgebung.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/VortragG.Schmi
 dt30JahreKrieg_1JPG.JPG" alt="VortragG.Schmidt30JahreKrieg 1JPG" /></p><p>Z
 ur Einleitung gab Rüdiger Kraatz einen kurzen Überblick über die allgemeine
 n historischen, kulturellen und politischen Entwicklungen, die diesem Krieg
  vorausgingen und ihn erst möglich machten (kleine Eiszeit, Pestepidemien, 
 Hexenverfolgungen, Reformation und Gegenreformation u.a.m.).</p><p><img src
 ="https://museum-kelkheim.de/images/VortragG.Schmidt30JahreKrieg_5JPG.JPG" 
 alt="VortragG.Schmidt30JahreKrieg 5JPG" /></p><p><em>Herr Kraatz nutzte dab
 ei auch die Zeitstufen im Treppenhaus des Museums, die von der Vorgeschicht
 e über den 30jährigen Krieg bis in unsere Zeit führen.&nbsp;</em></p><p>Er 
 arbeitete heraus, dass Kriege immer die Folge bestimmter Spannungsverhältni
 sse und Krisen sind und von Machtpolitikern angezettelt werden, die sich Vo
 rteile versprechen, Dabei bedienen sie sich politischer Ideologien, um ihre
  oft aggressive Politik zu rechtfertigen. In solchen Notzeiten beruft man s
 ich gerne auf pessimistische Weltanschauungen, was die menschliche Natur be
 trifft, so als sei der Mensch seit jeher auf Kampf und Aggression eingestel
 lt (Machiavelli, Hobbes). &nbsp;&nbsp;</p><p><img src="https://museum-kelkh
 eim.de/images/VortragG.Schmidt30JahreKrieg_3JPG.JPG" alt="VortragG.Schmidt3
 0JahreKrieg 3JPG" /></p><p>Nach dieser Vorbereitung begann Gerhard Schmidt 
 seinen Vortrag mit einer Vorbemerkung zur Problematik der Quellen, auf die 
 der Historiker bei der Erkundung eines solchen Themas angewiesen ist: Augen
 zeugenberichte sind selten und subjektiv, Bilder oft von propagandistischen
  Zielen beeinflusst und „Statistiken“ im heutigen Sinne gab es nicht. Alle 
 uns aus der damaligen Zeit vorliegenden Zahlen, z.B. zur Bevölkerungsentwic
 klung und zur Sterblichkeit, sind nach unterschiedlichen Kriterien erstellt
  und vor allem mit großer Vorsicht zu betrachten..</p><p><img src="https://
 museum-kelkheim.de/images/1Vortrag_Gerhard_Schmidt.jpg" alt="1Vortrag Gerha
 rd Schmidt" /></p><p>Dass es sich damals um einen „Krieg aus Kriegen“ hande
 lte, verdeutlichte er am Beispiel der Eppsteiner Burg, die in den verschied
 enen Kriegsphasen insgesamt sechs Mal von unterschiedlichen Akteuren und Ko
 alitionen belagert und erobert wurde – mit oft drastischen Auswirkungen für
  jene nahegelegenen &nbsp;Dörfer, die heute die Stadt Kelkheim bilden.</p><
 p></p><p>Eine Darstellung zur hohen Mobilität der Beteiligten (egal, ob als
  Soldaten oder Flüchtlinge), welche die Ermittlung kompletter Lebensläufe e
 rschwert, schloss die methodische Einführung ab.</p><p><img src="https://mu
 seum-kelkheim.de/images/VortragG.Schmidt14.09.2018_6.JPG" alt="VortragG.Sch
 midt14.09.2018 6" /></p><p>Die eigentliche Darstellung zum Geschehen in uns
 erer Gegend begann G. Schmidt mit der Schlacht bei Höchst im Jahre 1622, wo
  evangelische Braunschweiger Truppen auf katholische Liga-Truppen trafen.</
 p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/VortragG.Schmidt14.09.2018
 _5.JPG" alt="VortragG.Schmidt14.09.2018 5" /></p><p>Erstgenannte hatten sic
 h kurz zuvor vor im heutigen Kelkheimer Stadtteil Münster einquartiert und 
 dort erhebliche Schäden und auch Tote hinterlassen, was sich aufgrund der e
 rhaltenen Kirchenrechnungen detailliert nachzeichnen lässt.</p><p><img src=
 "https://museum-kelkheim.de/images/MünsterVortrag_Gerhard_Schmidt.jpg" alt=
 "MünsterVortrag Gerhard Schmidt" /></p><p>Es folgten Ausführungen zur sog. 
 „Schwedenzeit“: Von 1631 bis 1636 war Mainz von schwedischen Truppen besetz
 t, mit harten Konsequenzen für die damals zu Kurmainz gehörigen heutigen Ke
 lkheimer Stadtteile. Plünderungen, in deren Folge Hungersnöte sowie Seuchen
  suchten in dieser Zeit unsere Gegend heim.</p><p><img src="https://museum-
 kelkheim.de/images/VortragG.Schmidt30JahreKrieg_4JPG.JPG" alt="VortragG.Sch
 midt30JahreKrieg 4JPG" /></p><p>G.&nbsp;Schmidt betrachtete im Folgenden dr
 ei kriegstypische Lebensläufe bzw. Lebensabschnitte von damaligen Einwohner
 n unserer Gegend. Er begann mit Christoph Blum aus Massenheim, einem ev. Pf
 arrerssohn, der als „Kriegsunternehmer“ und Kompaniechef mit seiner Truppe 
 in wechselnden Diensten kämpfte und durch Taufsteinstiftungen in unserem La
 ndkreis (Massenheim und Eddersheim) im öffentlichen Gedächtnis blieb.</p><p
 ><img src="https://museum-kelkheim.de/images/LebenslaufBlumVortrag_Gerhard_
 Schmidt.jpg" alt="LebenslaufBlumVortrag Gerhard Schmidt" /></p><p>Es folgte
  die - unter den anfangs genannten Einschränkungen der damaligen Statistik 
 zu betrachtende - Darstellung des „Großen Sterbens“, des durch den 30-jähri
 gen Krieg und seine Folgen – Hunger und Pest – verursachten massiven Bevölk
 erungsrückganges in den Dörfern, die heute Kelkheim bilden. Manche, wie Mün
 ster, wurden immer wieder heimgesucht und verloren drei Viertel, andere wie
  Fischbach „nur“ ein Drittel der Bevölkerung, Ruppertshain hatte noch einen
  einzigen Überlebenden.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/b
 erlebendeMünsterVortrag_Gerhard_Schmidt.jpg" alt="berlebendeMünsterVortrag 
 Gerhard Schmidt" /></p><p>Zum Schluss des Vortrages hin richtete G. Schmidt
  den Blick noch auf den Friedensschluss 1648, dem allerdings noch die verhe
 erende Pest von 1666 und einzelne weitere Heimsuchungen durch Kriegszüge im
  verbleibenden 17. Jahrhundert folgten.</p><p><img src="https://museum-kelk
 heim.de/images/EndlichFriedenVortrag_Gerhard_Schmidt.jpg" alt="EndlichFried
 enVortrag Gerhard Schmidt" /></p><p>Als „Nachklänge“ beschrieb er zuletzt d
 ie bis heute feststellbaren Spuren des beschriebenen Geschehens in Kelkheim
  und Umgebung. Ein versöhnlicher Blick auf die - nach mündlicher Tradition 
 – 1648 gepflanzte „Friedenslinde“ am Gimbacher Hof beendete den mit vielem 
 Applaus belohnten Vortrag.</p><p>Anschließend führte Rüdiger Kraatz seine Ü
 berlegungen über Krieg und Frieden weiter. Warum waren (und sind) Politiker
  oft unfähig, Kriege zu verhindern oder rechtzeitig zu beenden? Warum falle
 n Friedensschlüsse, die dauerhaften Frieden sichern, so schwer?</p><p>Alter
 nativen für eine friedenssichernde, ausgleichende Politik gibt es in der Ge
 schichte viele und ebenso politische Theorien oder menschliches Verhalten, 
 die dem oben angesprochenen pessimistischen Weltbild widersprechen (Ashoka,
  Immanuel Kant, Nelson Mandela, um nur einige zu nennen).</p><p>In einer le
 bhaften Diskussion standen sich diese beiden Ansichten kontrovers gegenüber
 . Unterschiedlicher Meinung waren die Diskutanten u.a. über die Natur des M
 enschen, insbesondere, was die Friedensfähigkeit betrifft. In unserer Zeit 
 der weltweiten und nationalen Konflikte fällt es vielen Betrachtern schwer,
  an eine Friedfertigkeit der Menschen zu glauben. Die meisten Massenmedien 
 tun ihr Übriges, ein eher negatives Bild zu vermitteln. Rüdiger Kraatz argu
 mentierte gegen ein pessimistisches Menschenbild und wies auf die Gefahren 
 hin, die von modernen Machtpolitikern wie Donald Trump ausgehen. Wer den ak
 tuell öffentlichkeitswirksam vertretenen nationalen Egoismen das Wort rede,
  müsse wissen, dass man damit ggf. unendliches Leid und gewaltige Zerstörun
 gen in Kauf nimmt. &nbsp;</p><p>Text: Gerhard Schmidt und Rüdiger Kraatz</p
 ><p>Folien: Gerhard Schmidt</p><p>Fotos: Jürgen Moog</p>
DTSTAMP:20260419T085521
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20181123T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20181123T203000
SEQUENCE:0
TRANSP:OPAQUE
END:VEVENT
END:VCALENDAR