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SUMMARY:MARC CHAGALL - Nuancen der Liebe im Bildwerk des Künstlers (Artikel von Andrea Hillebrecht-Schulte)
LOCATION:Museum Kelkheim
DESCRIPTION:<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14pt;">Vortr
 ag zur Finissage</span></strong></p><p style="text-align: center;"><strong>
 <span style="color: #ff00ff;"><span style="font-size: 24px;">MARC CHAGALL -
  NUANCEN DER LIEBE IM BILDWERK DES KÜNSTLERS</span></span></strong></p><p s
 tyle="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt;">Referentin Anette
  Weihrauch-Preiß</span></p><p>Unsere mit über 800 Besuchern äußerst erfolgr
 eiche Sonderausstellung ,,Marc Chagall – Bilder zur Bibel“ endete am 13. Ju
 ni mit einem weiteren Höhepunkt.</p><p>Frau Anette Weihrauch-Preiß bot eine
 m wieder sehr interessierten Publikum unter dem Titel ,,Nuancen der Liebe i
 m Bildwerk des Künstlers“ mit einem Bildvortrag eine tiefen Einblick in Leb
 en und Werk von Marc Chagall.&nbsp;</p><p><img src="images/Finissage01.jpg"
  alt="Finissage01" />&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;</p><p>Zu Beg
 inn schilderte Frau Weihrauch-Preiß die Umstände, unter denen der 1887 gebo
 rene Marc Chagall Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts in Witebsk (Ru
 ssland) aufwuchs. Für die jüdische (chassidische) Familie war die Zeit gepr
 ägt von Antisemitismus, der sich im Alltag durch vielerlei Einschränkungen,
  Entbehrungen und Verfolgung bemerkbar machte.1910 ging Chagall deshalb nac
 h Paris, kehrte aber mit Beginn des 1. Weltkriegs in seine Heimat zurück. 1
 923 emigrierte er endgültig nach Frankreich und später auch in die USA. Der
  in dieser Zeit aufkommende Zionismus ließ Chagall auf einen eigenen Staat 
 der Juden in Palästina hoffen.</p><p><img src="images/Finissage02.jpg" alt=
 "Finissage02" /></p><p>Die Erfahrungen dieser Jahre haben das Werk des Küns
 tlers wesentlich geprägt, wie Frau Weihrauch-Preiß eindrücklich anhand von 
 vielen Bildern zeigte. Themen wie Verlust der Heimat, Exil, Hunger und Fluc
 ht&nbsp; finden sich immer wieder in seinen Bildern. Aber besonders die Bib
 el hat Chagall zeitlebens fasziniert und ihm viele Motive geliefert. Immer 
 wieder taucht in seinem Werk beispielsweise der gekreuzigte Jesus als Symbo
 l für die Leiden der Juden auf, immer wieder findet sich eine angehaltene U
 hr für das Stehenbleiben der Zeit.</p><p><img src="images/Folie1.JPG" alt="
 Folie1" /></p><p><em>Linkes Chagall-Bild: Noomi und ihre Schwiegertöchter O
 rpa und Rut, mittleres Bild: Ruts Treffen mit Boas</em></p><p><img src="ima
 ges/Folie2.JPG" alt="Folie2" /></p><p><em>Linkes Chagall-Bild: Die Ährenles
 erin Ruth, mittleres Bild: Rut zu Füßen des Boas, rechtes Bild: Boas erwach
 t und sieht Rut zu seinen Füßen</em></p><p>Mit welchen künstlerischen Mitte
 ln Chagall Geschichten aus der Bibel darstellte (Farben, Licht, Transparenz
 , Symbole, …) erläuterte Frau Weihrauch-Preiß sehr anschaulich an den in de
 r Ausstellung gezeigten Bildern zur ,,Geschichte der Rut“.&nbsp;Zuerst gab 
 es eine Zusammenfassung der erstaunlich modernen Geschichte, danach konnten
  alle Zuhörer die fünf im Museum ausgestellten Bilder gemeinsam mit der Ref
 erentin betrachten und deuten. Hier ergaben sich sehr lebendige und interes
 sante Diskussionen, da die Interpretation vieler Symbole, Figuren und Gegen
 stände auch für Fachleute nicht eindeutig ist.</p><p><img src="images/Finis
 sage03.jpg" alt="Finissage03" /></p><p>Frau Weihrauch-Preiß verriet den Zuh
 örern gegen Ende ihres Vortrags noch einige Details aus ihrem Leben. Die Sc
 hneidhainerin hat viele Jahre als Ärztin für Psychotherapeutische Medizin e
 ine eigene Praxis betrieben. Von 2008 bis 2010 machte sie eine Ausbildung z
 ur Maltherapeutin. 2010 folgte das Studium der Religionswissenschaften mit 
 dem Nebenfach Judaistik.</p><p>Besonders die Geschichte der Rut faszinierte
  Frau Weihrauch-Preis und vertiefte ihr schon lange vorhandenes Interesse a
 m Werk Chagalls. Bei den Vorträgen und Workshops, die sie inzwischen anbiet
 et, lässt sich das in Ausbildung und Studium erworbene Wissen wunderbar mit
 einander verbinden. So gab es dann im Museum als Dank für einen interessant
 en Abend nicht nur Blumen, sondern auch herzlichen Beifall der Zuhörer.&nbs
 p;&nbsp;</p><p><img src="images/Folie3.jpg" alt="Folie3" /></p><p><em>Kultu
 rreferentin Dr. Beate Matuschek überreichte Blumen an Anette Weihrauch-Prei
 ß und Museumspädagogin Marianne Bopp</em></p><p>&nbsp;</p><p>Text: Andrea H
 illebrecht-Schulte&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &
 nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;</p><p>Fotos: Wolfgang Pfankuch und
  Jürgen Moog</p><p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14pt;">Vortr
 ag zur Finissage</span></strong></p><p style="text-align: center;"><strong>
 <span style="color: #ff00ff;"><span style="font-size: 24px;">MARC CHAGALL -
  NUANCEN DER LIEBE IM BILDWERK DES KÜNSTLERS</span></span></strong></p><p s
 tyle="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt;">Referentin Anette
  Weihrauch-Preiß</span></p><p>Unsere mit über 800 Besuchern äußerst erfolgr
 eiche Sonderausstellung ,,Marc Chagall – Bilder zur Bibel“ endete am 13. Ju
 ni mit einem weiteren Höhepunkt.</p><p>Frau Anette Weihrauch-Preiß bot eine
 m wieder sehr interessierten Publikum unter dem Titel ,,Nuancen der Liebe i
 m Bildwerk des Künstlers“ mit einem Bildvortrag eine tiefen Einblick in Leb
 en und Werk von Marc Chagall.&nbsp;</p><p><img src="https://museum-kelkheim
 .de/images/Finissage01.jpg" alt="Finissage01" />&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;
  &nbsp; &nbsp;</p><p>Zu Beginn schilderte Frau Weihrauch-Preiß die Umstände
 , unter denen der 1887 geborene Marc Chagall Ende des 19. / Anfang des 20. 
 Jahrhunderts in Witebsk (Russland) aufwuchs. Für die jüdische (chassidische
 ) Familie war die Zeit geprägt von Antisemitismus, der sich im Alltag durch
  vielerlei Einschränkungen, Entbehrungen und Verfolgung bemerkbar machte.19
 10 ging Chagall deshalb nach Paris, kehrte aber mit Beginn des 1. Weltkrieg
 s in seine Heimat zurück. 1923 emigrierte er endgültig nach Frankreich und 
 später auch in die USA. Der in dieser Zeit aufkommende Zionismus ließ Chaga
 ll auf einen eigenen Staat der Juden in Palästina hoffen.</p><p><img src="h
 ttps://museum-kelkheim.de/images/Finissage02.jpg" alt="Finissage02" /></p><
 p>Die Erfahrungen dieser Jahre haben das Werk des Künstlers wesentlich gepr
 ägt, wie Frau Weihrauch-Preiß eindrücklich anhand von vielen Bildern zeigte
 . Themen wie Verlust der Heimat, Exil, Hunger und Flucht&nbsp; finden sich 
 immer wieder in seinen Bildern. Aber besonders die Bibel hat Chagall zeitle
 bens fasziniert und ihm viele Motive geliefert. Immer wieder taucht in sein
 em Werk beispielsweise der gekreuzigte Jesus als Symbol für die Leiden der 
 Juden auf, immer wieder findet sich eine angehaltene Uhr für das Stehenblei
 ben der Zeit.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Folie1.JPG"
  alt="Folie1" /></p><p><em>Linkes Chagall-Bild: Noomi und ihre Schwiegertöc
 hter Orpa und Rut, mittleres Bild: Ruts Treffen mit Boas</em></p><p><img sr
 c="https://museum-kelkheim.de/images/Folie2.JPG" alt="Folie2" /></p><p><em>
 Linkes Chagall-Bild: Die Ährenleserin Ruth, mittleres Bild: Rut zu Füßen de
 s Boas, rechtes Bild: Boas erwacht und sieht Rut zu seinen Füßen</em></p><p
 >Mit welchen künstlerischen Mitteln Chagall Geschichten aus der Bibel darst
 ellte (Farben, Licht, Transparenz, Symbole, …) erläuterte Frau Weihrauch-Pr
 eiß sehr anschaulich an den in der Ausstellung gezeigten Bildern zur ,,Gesc
 hichte der Rut“.&nbsp;Zuerst gab es eine Zusammenfassung der erstaunlich mo
 dernen Geschichte, danach konnten alle Zuhörer die fünf im Museum ausgestel
 lten Bilder gemeinsam mit der Referentin betrachten und deuten. Hier ergabe
 n sich sehr lebendige und interessante Diskussionen, da die Interpretation 
 vieler Symbole, Figuren und Gegenstände auch für Fachleute nicht eindeutig 
 ist.</p><p><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Finissage03.jpg" alt
 ="Finissage03" /></p><p>Frau Weihrauch-Preiß verriet den Zuhörern gegen End
 e ihres Vortrags noch einige Details aus ihrem Leben. Die Schneidhainerin h
 at viele Jahre als Ärztin für Psychotherapeutische Medizin eine eigene Prax
 is betrieben. Von 2008 bis 2010 machte sie eine Ausbildung zur Maltherapeut
 in. 2010 folgte das Studium der Religionswissenschaften mit dem Nebenfach J
 udaistik.</p><p>Besonders die Geschichte der Rut faszinierte Frau Weihrauch
 -Preis und vertiefte ihr schon lange vorhandenes Interesse am Werk Chagalls
 . Bei den Vorträgen und Workshops, die sie inzwischen anbietet, lässt sich 
 das in Ausbildung und Studium erworbene Wissen wunderbar miteinander verbin
 den. So gab es dann im Museum als Dank für einen interessanten Abend nicht 
 nur Blumen, sondern auch herzlichen Beifall der Zuhörer.&nbsp;&nbsp;</p><p>
 <img src="https://museum-kelkheim.de/images/Folie3.jpg" alt="Folie3" /></p>
 <p><em>Kulturreferentin Dr. Beate Matuschek überreichte Blumen an Anette We
 ihrauch-Preiß und Museumspädagogin Marianne Bopp</em></p><p>&nbsp;</p><p>Te
 xt: Andrea Hillebrecht-Schulte&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nb
 sp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;</p><p>Fotos: Wolfgang 
 Pfankuch und Jürgen Moog</p><p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
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