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SUMMARY:Rundgang über den Alten Friedhof Kelkheim mit Julian Wirth
LOCATION:Kelkheim\, Alter Friedhof\, Breslauer Str..
DESCRIPTION: \nVON KRIEG, KUNST UND ERINNERUNG\n\nEin Rundgang über den Alten Friedhof\
 nAm 23. Oktober 2026 lud Julian Wirth zu einem einstündigen Rundgang über d
 en Friedhof an der Breslauer Straße – ein Spaziergang vom Eingang bis zum W
 egekreuz von 1787.\nWirth erklärte zunächst, der moderne Friedhof sei eine 
 Errungenschaft der Neuzeit. Bereits Karl der Große habe die Erdbestattung b
 ei Kirchen vorgeschrieben und die Feuerbestattung verboten. Erst im 19. Jah
 rhundert habe die öffentliche Hand das Bestattungswesen übernommen und dami
 t konfessionelle Grenzen überwunden. In Kelkheim bestehe der Friedhof Horna
 u seit 1822, der Kelkheimer Friedhof seit 1838 und der in Münster seit 1878
 ; der Hauptfriedhof sei 1972 eröffnet worden.\n\n\nAm Grab von Philipp Krem
 er legte Wirth dar, dass dieser von 1903 bis 1924 als erster hauptamtlicher
  Bürgermeister Kelkheims amtierte. Unter seiner Ägide kamen elektrisches Li
 cht, Kanalisation, Wasserleitung und eine Gemeindebibliothek hinzu. Ihm zu 
 Ehren wurde eine Straße in Kelkheim nach ihm benannt.\nAm Grab des Franzisk
 aners Ivo Trauscheidt erinnerte Wirth an die schwierige Zeit nach dem Erste
 n Weltkrieg: „Die Männer waren am Herzen krank, es krankte das Volk an den 
 Folgen der Hungerblockade.“ Seine Begräbnisfeier im Jahr 1939 habe sich zu 
 einer Protestkundgebung gegen das NS-Regime entwickelt, die selbst die Gest
 apo miterleben musste.\n\nBei den Kriegsgräbern führte Wirth aus, dass Frie
 dhöfe speziell für Soldaten eigentlich erst seit dem Ersten Weltkrieg exist
 ierten. Die Gedenktafel nenne Franz Strobel, der 1917 in Mazedonien starb, 
 und Jakob Westenberger, der 1916 bei Verdun fiel. Auch die Opfer des Luftan
 griffs im Februar 1945 ruhten hier – elf Menschen waren damals in Kelkheim 
 ums Leben gekommen.\nZur Kunst und Symbolik der Grabmäler legte Wirth dar, 
 dass Christian Bayers Grab ein typisches Werk der späten 1920er-Jahre sei. 
 Das Grab Johann Sachs' wirke monumentaler und wilhelminischer, während Pete
 r Herrs Kriegsgrab ein Tatzenkreuz mit Lorbeergirlande trage – Sinnbild für
  militärischen Ruhm und christliche Hoffnung zugleich.\nZum Abschluss erläu
 terte Wirth die Geschichten rund um das Wegekreuz von 1787, dessen Inschrif
 t ein Chronogramm enthalte.\nDie Führung war trotz des bescheidenen Wetters
  überaus gut besucht. Wirth bedankte sich herzlichst bei allen Gästen.\nJul
 ian Wirth\n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>&nbsp;</p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 24pt;">
 <strong>VON KRIEG, KUNST UND ERINNERUNG</strong></span></p><p style="text-a
 lign: center;"><img src="https://museum-kelkheim.de/images/Rundgang_über_de
 n_Alten_Friedhof_Kelkheim_23.10.2026_1.jpg" alt="Rundgang über den Alten Fr
 iedhof Kelkheim 23.10.2026 1" /></p><p style="text-align: center;"><span st
 yle="font-size: 18pt;"><strong>Ein Rundgang über den Alten Friedhof</strong
 ></span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Am 23. Oktober 2026 lud Julia
 n Wirth zu einem einstündigen Rundgang über den Friedhof an der Breslauer S
 traße – ein Spaziergang vom Eingang bis zum Wegekreuz von 1787.</span></p><
 p><span style="font-size: 12pt;">Wirth erklärte zunächst, der moderne Fried
 hof sei eine Errungenschaft der Neuzeit. Bereits Karl der Große habe die Er
 dbestattung bei Kirchen vorgeschrieben und die Feuerbestattung verboten. Er
 st im 19. Jahrhundert habe die öffentliche Hand das Bestattungswesen überno
 mmen und damit konfessionelle Grenzen überwunden. In Kelkheim bestehe der F
 riedhof Hornau seit 1822, der Kelkheimer Friedhof seit 1838 und der in Müns
 ter seit 1878; der Hauptfriedhof sei 1972 eröffnet worden.</span></p><p sty
 le="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://m
 useum-kelkheim.de/images/Führung_Julian_Wirth_über_den_Alten_Friedhof_Kelkh
 eim_2.jpg" alt="Führung Julian Wirth über den Alten Friedhof Kelkheim 2" />
 <br /></span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Am Grab von Philipp Krem
 er legte Wirth dar, dass dieser von 1903 bis 1924 als erster hauptamtlicher
  Bürgermeister Kelkheims amtierte. Unter seiner Ägide kamen elektrisches Li
 cht, Kanalisation, Wasserleitung und eine Gemeindebibliothek hinzu. Ihm zu 
 Ehren wurde eine Straße in Kelkheim nach ihm benannt.</span></p><p><span st
 yle="font-size: 12pt;">Am Grab des Franziskaners Ivo Trauscheidt erinnerte 
 Wirth an die schwierige Zeit nach dem Ersten Weltkrieg: „Die Männer waren a
 m Herzen krank, es krankte das Volk an den Folgen der Hungerblockade.“ Sein
 e Begräbnisfeier im Jahr 1939 habe sich zu einer Protestkundgebung gegen da
 s NS-Regime entwickelt, die selbst die Gestapo miterleben musste.</span></p
 ><p style="text-align: center;"><img src="https://museum-kelkheim.de/images
 /Führung_Julian_Wirth_über_den_Alten_Friedhof_Kelkheim_3.jpg" alt="Führung 
 Julian Wirth über den Alten Friedhof Kelkheim 3" /></p><p><span style="font
 -size: 12pt;">Bei den Kriegsgräbern führte Wirth aus, dass Friedhöfe spezie
 ll für Soldaten eigentlich erst seit dem Ersten Weltkrieg existierten. Die 
 Gedenktafel nenne Franz Strobel, der 1917 in Mazedonien starb, und Jakob We
 stenberger, der 1916 bei Verdun fiel. Auch die Opfer des Luftangriffs im Fe
 bruar 1945 ruhten hier – elf Menschen waren damals in Kelkheim ums Leben ge
 kommen.</span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Zur Kunst und Symbolik 
 der Grabmäler legte Wirth dar, dass Christian Bayers Grab ein typisches Wer
 k der späten 1920er-Jahre sei. Das Grab Johann Sachs' wirke monumentaler un
 d wilhelminischer, während Peter Herrs Kriegsgrab ein Tatzenkreuz mit Lorbe
 ergirlande trage – Sinnbild für militärischen Ruhm und christliche Hoffnung
  zugleich.</span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Zum Abschluss erläut
 erte Wirth die Geschichten rund um das Wegekreuz von 1787, dessen Inschrift
  ein Chronogramm enthalte.</span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Die 
 Führung war trotz des bescheidenen Wetters überaus gut besucht. Wirth bedan
 kte sich herzlichst bei allen Gästen.</span></p><p><span style="font-size: 
 12pt;">Julian Wirth</span></p>
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