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Kuriositäten und Kostbarkeiten aus Kelkheimer Privatsammlungen (Artikel von Andrea Hillebrecht-Schulte)
Do, 26. Oktober 2017, 19:30 Uhr - 22:30 Uhr
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Kuriositäten und Kostbarkeiten lautet der Titel unserer am 26. Oktober eröffneten und bis zum 26. November geöffneten neuen Sonderausstellung.

Im Jahr 2014 haben wir an einem Tag Kelkheimer Bürgern die Gelegenheit gegeben, im Museum Kelkheim bei einer ,,Schubladenausstellung“ private Sammlungen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Diese Idee kam damals bei Sammlern und Besuchern hervorragend an, deshalb haben wir uns entschlossen, dies in größerem Rahmen zu wiederholen.

In den vergangenen Wochen wurden also nach den Plänen von Museums-Designerin Susanne Michelsky die Kelkheim-Vitrinen im Museum halb ausgeräumt und zusätzliche Vitrinen, Podeste und Stellwände aufgestellt. Das Ergebnis: Sieben ganz unterschiedliche Sammlungen von sieben Kelkheimern werden wunderschön präsentiert.

Frau Evi Scheiber sammelt seit Jahrzehnten Puppenstuben, über dreißig hat sie in ihrem Haus verteilt.

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Vier besonders schöne Biedermeier-Exemplare sind jetzt im Museum zu bewundern. Bei der liebevollen, sehr detailreichen Einrichtung der Puppenstuben merkt man, dass der ursprüngliche Berufswunsch von Frau Scheiber Innenarchitektin war.

Eine Beziehung zur Biedermeier-Zeit kann man auch in der Sammlung von Herrn Hans Grimm entdecken.

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Er sammelt Zinn-Soldaten und recherchierte mit viel Aufwand seine Familiengeschichte. Im Museum kann man jetzt sowohl größere und kleine Zinnfiguren aus der Kaiserzeit, als auch Spuren der Familie, u.a. Unterschriften derer von Gagern, auf familiären Schriftstücken, bestaunen.

Ganz im Sinne der naturwissenschaftlich bewanderten Gagern-Familie interessiert sich Herr Klaus Weiß seit seiner frühesten Jugend für Fossilien.

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Inzwischen ist er auf diesem Gebiet ein weltweit anerkannter Fachmann, einige seiner schönsten Stücke, z.B. aus der Grube Messel, bereichern jetzt unsere Ausstellung.

Frau Marianne Baumann sammelt viele Dinge, die mit Kelkheim und besonders mit Münster zu tun haben.

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Besonders beeindruckend sind ihre historischen Ansichtskarten, von denen viele ständig in unseren Stadtteilvitrinen zu sehen sind. Im Moment zeigen wir besonders schöne Exemplare aus ihren dicken Sammelalben.

Frau Sigrid Stieler bewahrt das Erbe ihres geliebten Großvaters, des Holzkünstlers Peter Konrad Enders.

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Die meisten der bei uns ausgestellten Holzkunstwerke sind normalerweise Teil ihres Alltags, der ,,Stumme Diener“ z.B. dient täglich zum Abstellen ihrer Teetasse. Es gibt aber auch dekorative Teile wie Skulpturen zu bewundern.

Für Frau Jutta Schulze-Eckardt sind die wunderschönen  Stücke aus Fernost weniger Teil einer Sammlung, sondern überwiegend Teil ihrer Wohnungseinrichtung.

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Diese trug sie zusammen, als sie mehrere Jahre in Singapur und Indonesien lebte. Die bei uns ausgestellte Opiumbank ist z.B. normalerweise ihr Couchtisch, der durchaus auch Gebrauchsspuren aufweist.

Herr Peter Rosenthal hat in den letzten Jahrzehnten auf vielen Märkten im In- und Ausland die unterschiedlichsten Spieldosen zusammengetragen, inzwischen besitzt er weit über hundert Stücke aus Holz, Metall und Porzellan.

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Die Wurzeln für seine Sammelleidenschaft liegen in seiner Kindheit: Da seine Eltern kein Geld für Spielzeug ausgeben wollten, holte er das als Erwachsener selbst nach.

 

Eröffnung der Ausstellung am 26.10.2017

 MKKurioses8Nachdem Bürgermeister Albrecht Kündiger die zahlreichen Gäste begrüßt hatte, stellte der Initiator und Hauptverantwortliche für die Ausstellung, Rüdiger Kraatz, in einer launigen Rede die Sammlungen und Sammler vor.

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Anschließend sprach Frau Dr. Beate Matuschek über das Sammeln und die Intentionen der Sammler. 

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Zum Abschluss dankte der Vorsitzende des Vereins, Jürgen Moog, allen, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben.

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v.l.: Die Leihgeber Hans Grimm, Evi Scheiber, Marianne Baumann, Sigrid Stieler, Jutta Schulze-Eckardt und Klaus Weiß

Herr Moog verwies zudem nochmals auf die Notwendigkeit einer baldigen Entscheidung der politisch Verantwortlichen für den Umzug des Museums in die Feldbergstraße.

Nach den Reden hatten alle Gäste die Möglichkeit, bei einem Glas Wein die Ausstellung zu erkunden.

Für die kommenden Wochen hoffen wir auf viele interessierte Besucher! Die Sonderausstellung ist geöffnet bei einem Eintritt von € 5,-- bis zum 26.11. mittwochs, freitags und sonntags von 15.00 bis 18.00 Uhr.

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Am 5.11. und 19.11. bietet Rüdiger Kraatz um 15.30 Uhr  in Anwesenheit von Leihgebern Sonderführungen mit Gelegenheit zu Gesprächen an. Am 26.11. findet um 16.30 Uhr (!), wieder in Anwesenheit von Leihgebern, die Finissage statt. Hier möchten wir zum Ausklang mit unseren Gästen mit einem Glas Wein auf eine gelungene Veranstaltung anstoßen.

Text: Andrea Hillebrecht-Schulte

Fotos: Wolfgang Pfankuch, Peter Hillebrecht und Jürgen Moog

 

Do, 26. Oktober 2017 19:30 Uhr

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